Neues aus dem Institut
Netzwerktreffen “Entwicklungsraum Sozialstrategie”
Als Netzwerk- und Austauschformat bot die Veranstaltung “Entwicklungsraum Sozialstrategie” am 26.03.2026 Raum für fachlichen Dialog, gemeinsame Reflexion und neue Impulse aus der ESF Plus Förderperiode. Ziel war es, Erkenntnisse und Erfahrungen systematisch zusammenzuführen, unterschiedliche kommunale Perspektiven sichtbar zu machen und Ansatzpunkte für zukünftige Planungs- und Steuerungsprozesse zu identifizieren.
Herr Brockhoff (Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie) gab in seiner Begrüßung einen Überblick über aktuelle Entwicklungen zur Sozialstrategierichtlinie, insbesondere zum Wechsel von Zuständigkeiten und zur personellen Aufstockung in diesem Bereich.
In den fachlichen Inputs wurden erste Ergebnisse der Analyse der kommunalen Sozialstrategien sowie der Wirkungskreislauf als Instrument strategischer Sozialplanung vorgestellt. Die anschließenden Austauschformate stellten den praxisnahen Dialog in den Mittelpunkt. Deutlich wurde: Kommunen stehen vor vielfältigen Herausforderungen – von Digitalisierung und KI über Fachkräftemangel bis hin zu gesellschaftlichen und politischen Veränderungen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an besserem Monitoring, ressortübergreifendem Austausch und mehr Agilität.
Im Themenfeld Wirkung und Daten zeigen sich Fortschritte, aber auch Hürden wie fehlende Datengrundlagen, Zielkonflikte und die Balance zwischen Wirkungsanalyse und Vertrauen. Erfolgreiche Zusammenarbeit braucht vor allem Austausch auf Augenhöhe, Vertrauen und eine gemeinsame Vision.
Zum Abschluss der Veranstaltung gab das IKPE Einblicke in aktuelle Projekte: Es erfolgten die Vorstellung der Servicestelle Thüringer Pflegestrukturplanung sowie Einblicke in die Arbeit der Thüringer Präventionsketten als Unterstützungsangebote für die Gebietskörperschaften.
Wir danken allen Teilnehmenden für den inspirierenden Austausch.
im Bild: v.l.n.r, Dr. Heike Schaarschmidt (IKPE e.V.), Dr. Stefan Huber (IKPE e.V.), Inga Döbel (IKPE e.V.), Ulrike Scheit (IKPE e.V.)
Bildquelle: IKPE e.V. und Canva
MEHR LESENDas IKPE beim 11. Thüringer Sozialgipfel
Am 17. März 2026 fand im Thüringer Landtag der 11. Thüringer Sozialgipfel unter dem Motto “Zukunft. Gemeinsam. Sozial. Gestalten.” statt. Die Veranstaltung, organisiert von der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e. V. gemeinsam mit weiteren Partnern, bot erneut eine wichtige Plattform für den Austausch zu aktuellen sozialen Herausforderungen im Freistaat.
Im Fokus stand die Frage, wie sich Strategien, Bedarfe und soziale Realität in Thüringen stärker miteinander verzahnen lassen – und welche Rolle eine integrierte Sozialplanung für zukunftsfähige, gerechte Lebensverhältnisse spielt. In Impulsen und Diskussionen wurde deutlich: Fachbereichsübergreifende, sozialraumorientierte Ansätze sind ein zentraler Hebel, um wirksame und nachhaltige Strukturen in den Kommunen zu schaffen.
Im Anschluss an zwei Grußworte durch den LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e. V. und den Thüringer Landtag sowie einem fachlichen Impuls von Prof. Dr. Holger Wunderlich von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften arbeiteten die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops an konkreten Fragestellungen weiter. Das IKPE gestaltete gemeinsam mit dem KOSS plus des LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e. V. den Workshop “Lebensqualität im Wandel – integrierte Planung für vitale ländliche Räume”.
Rund 20 Teilnehmende diskutierten hier engagiert zentrale Herausforderungen für gleichwertige Lebensverhältnisse in Thüringen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie integrierte kommunale Sozialplanung – insbesondere im Zusammenspiel von Kommunen und freier Wohlfahrtspflege – zur Stärkung von Lebensqualität, Teilhabe und Kooperation in ländlichen Räumen beitragen kann. Auf Basis eines partizipativen Foresight-Prozesses wurden praxisnahe Ansätze reflektiert und konkrete Handlungsschritte erarbeitet.
Die Ergebnisse flossen in die abschließende Podiumsdiskussion ein, an der Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Verbänden teilnahmen. Der Sozialgipfel machte deutlich: Integrierte Sozialplanung ist in Thüringen bereits breit etabliert – nun gilt es, die bestehenden Ansätze weiter auszubauen und gemeinsam zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Bildquelle: IKPE e.V.
MEHR LESENServicestelle kommunale Pflegestrukturplanung Thüringen
Die demografische Entwicklung, der steigende Pflegebedarf sowie die wachsende Bedeutung präventiver Versorgungsangebote stellen Kommunen vor komplexe Herausforderungen. Der Pflegeentwicklungsplan Thüringen empfiehlt eine kommunale Pflegestrukturplanung für leistungsfähige Versorgungsstrukturen in der Pflege, um Bedarfe pflegebedürftiger Menschen sowie ihrer Angehörigen zu erfüllen.
Das Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V. (IKPE) wurde vom Thüringer Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie (TMSGAF) entsprechend des ersten Thüringer Pflegeentwicklungsplans mit der Schaffung einer Servicestelle zur Unterstützung der Kommunen bei der Pflegestrukturplanung beauftragt. In Kooperation mit dem TMSGAF und den Pflegekassen begleitet das IKPE fortan bis zu vier Thüringer Modellkommunen fachlich bei der Umsetzung einer kommunalen Pflegestrukturplanung. Großes Interesse an dem neuen Projekt zeigte sich bei der Online-Auftaktveranstaltung am 03.03.2026 mit 28 Teilnehmende aus 15 Kommunen.
Ziel des Projektes ist es, mit einer datengestützten und kooperativen Planung bedarfsgerechte, wohnortnahe und nachhaltige Pflegestrukturen zukunftsgerecht zu gestalten. Das IKPE übernimmt dabei die Rolle des Prozessmoderators und berät Kommunen bei der Bedarfs- und Angebotsanalyse sowie der Zielbildung und Maßnahmenentwicklung. Die Prozessbegleitung umfasst zudem wissenschaftliche Unterstützung und interdisziplinären Wissenstransfer, um Kommunen dabei zu unterstützen, auf Veränderungen in der Pflegesituation und Pflegefinanzierung planvoll sowie strategisch zu reagieren und eigene Handlungsspielräume im Umgang mit den Betroffenen, Leistungsanbietern und Politik zu entwickeln.
Wenn Sie Interesse haben, als Thüringer Modellkommune an dem Projekt teilzunehmen, können Sie sich bis zum 02.04.2026 unter ulrike.scheit(at)ikpe-erfurt.de melden.
Das Projekt im Einzelnen
Programm „Servicestelle Kommunale Pflegestrukturplanung Thüringen”
Modellphase und Prozessbegleitung von Kommunen
Förderung: Gefördert aus Mitteln des Landes Thüringen (TMSGAF) und in gleicher Höhe aus Mitteln des Spitzenverbandes Bund der Pflegekassen nach § 123 SGB XI.
Projektlaufzeit: Bis zum 31.12.2028.
Für Fragen steht Ihnen folgende Ansprechpartnerin zur Verfügung:
Ulrike Scheit, M.A.
E-Mail: ulrike.scheit(at)ikpe-erfurt.de
Telefon: 0361 30257 – 611
Sozialer Zusammenhalt in Ostdeutschland: Befragung zu kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten
Unterstützt vom Deutschen Landkreistag, Deutschen Städtetag und dem Deutschen Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS) erforscht das IKPE den sozialen Zusammenhalt auf kommunaler Ebene aus der Perspektive von Sozialdezernent:innen. Konkret untersuchen wir, welche Erfahrungen Sozialdezernent:innen bei der Auslotung von Gestaltungsmöglichkeiten des sozialen Zusammenhalts auf der kommunalen Ebene gemacht haben. Folgende Fragen sollen dabei vertieft werden:
Sozialer Zusammenhalt als kommunales Handlungsfeld:
Wie wird sozialer Zusammenhalt in Kommunen praktisch ausgestaltet – von der strategischen Zielsetzung bis zu konkreten Maßnahmen in Verwaltung und Praxis?
Von der Haltung zum Handeln:
Wie lassen sich Werte und Haltungen in der Verwaltung in verbindliche Strategien, Programme und Regelangebote übersetzen, die den sozialen Zusammenhalt dauerhaft stärken?
Zugänge zu und Beteiligung von Bürger:innen:
Inwieweit können/sind Beteiligungsformate Bestandteil kommunaler Strategien zur Förderung des sozialen Zusammenhalts sein? Wie kann eine Einbindung von Bürger:innen gelingen?
Gern laden wir alle Sozialdezernent:innen oder Fachbereichsleitungen in Ostdeutschland ein, sich aktiv an unserer Befragung zu beteiligen. Die Befragung kann unter folgendem Link abgerufen werden. Die Beantwortung dauert etwa 15 Minuten.
Teilen Sie diesen Aufruf gern in ihren Netzwerken!
Die Befragung ist eingebettet in die Aktivitäten des Issue Network Sozialer Zusammenhalt in Ostdeutschland – gefördert vom Deutschen Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS)).
Issue Network Sozialer Zusammenhalt in Ostdeutschland
Sozialer Zusammenhalt in Ostdeutschland steht inmitten großer Herausforderungen – demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Strukturwandel und politische Polarisierung verstärken soziale Unsicherheiten und Vertrauensverluste. Basierend auf einer intradisziplinären Forschungsperspektive legt das Issue Network den Fokus auf einen Theorie-Praxis-Dialog. Ziel ist es, Formen und Bedingungen des sozialen Zusammenhalts zu untersuchen, Handlungsmöglichkeiten auszuloten und praxisnahe Impulse für eine zukunftsfähige Sozialpolitik in Ostdeutschland zu setzen.
Tragen Sie sich auch gerne in die Mailingliste des Issue Networks ein.
Die Liste dient der Vernetzung, informiert über Entwicklungen im Network und ermöglicht kollegialen Austausch.
Wenn Sie den Prozess mitverfolgen oder aktiv mitgestalten möchten, melden Sie sich sehr gerne an!
Wissenschaftliche Netzwerkanalyse des IKPE als Basis für die Weiterentwicklung des Leistungssports in Rheinland-Pfalz
Mit der Vorstellung der neuen Leistungssportstrategie des Landes Rheinland-Pfalz durch das Ministerium des Innern und für Sport, des hiesigen Landessportbundes und der Stiftung Sporthilfe ist ein mehrmonatiger Analyse- und Entwicklungsprozess abgeschlossen worden, zu dem das Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) mit einer wissenschaftlichen Studie einen zentralen Beitrag geleistet hat. Im Auftrag des Landessportbundes untersuchte das IKPE die bestehenden Kooperations- und Steuerungsstrukturen im rheinland-pfälzischen Leistungssport und leitete auf dieser Grundlage konkrete Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Netzwerkarbeit ab.
Ziel der Studie „Netzwerkbeschreibung und Optimierung der Netzwerkarbeit und Erfolgssteigerung im Leistungssport in Rheinland-Pfalz“ war es, die aktuelle Zusammenarbeit der beteiligten Akteur*innen systematisch zu erfassen und zu analysieren, inwieweit eine optimierte Zusammenarbeit die Rahmenbedingungen für sportlichen Erfolg verbessern kann. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Rollen, Schnittstellen und Abstimmungsprozesse im Leistungssportnetzwerk transparenter, effizienter und serviceorientierter gestaltet werden können.
Methodisch basiert die Untersuchung auf einer Online-Befragung der Netzwerkpartner sowie auf qualitativen Fokusgruppendiskussionen. Befragt wurden Vertreter*innen der beteiligten Ministerien, des Landessportbundes, der Stiftung Sporthilfe Rheinland-Pfalz, des Olympiastützpunkts Rheinland-Pfalz/Saarland, der Sportvereine und Fachverbände, der regionalen Sportbünde sowie Trainer- und Athlet*innenvertretungen. Die Fokusgruppendiskussionen ermöglichten ergänzend eine vertiefte Betrachtung bestehender Entwicklungs- und Optimierungspotenziale.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Leistungssportnetzwerk Rheinland-Pfalz über vielfältige Potenziale verfügt. Prof. Dr. Jörg Fischer, Institutsleiter des IKPE, fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen: „Die Studie zur Optimierung der Netzwerkarbeit und Erfolgssteigerung zeigt deutlich: Im Leistungssportnetzwerk Rheinland-Pfalz steckt ein enormes Potenzial. Um es freizusetzen, muss die Zusammenarbeit noch transparenter und vertrauensvoller gestaltet werden. Dabei sind die Athletinnen und Athleten klar in den Mittelpunkt zu stellen und ihre Leistungsfähigkeit bestmöglich zu fördern.“
Auch aus Sicht des Auftraggebers liefert die Studie eine wichtige Grundlage für die weitere strategische Ausrichtung. Prof. Dr. Mark Pfeiffer, Vizepräsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, betont: „Ziel der Untersuchung war es vorrangig, die Zusammenarbeit im Leistungssportnetzwerk in seiner bisherigen Struktur zu beleuchten, Verbesserungspotenziale aufzuzeigen und daraus Ableitungen zu generieren. Insgesamt wollen wir so die Erfolge und Erfolgswahrscheinlichkeiten rheinland-pfälzischer Athletinnen und Athleten mit Blick auf internationale Meisterschaften und Olympische Spiele steigern. Das erreichen wir nur gemeinsam.“
Mit der Studie leistet das IKPE einen fundierten wissenschaftlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Leistungssports in Rheinland-Pfalz. Die gewonnenen Erkenntnisse und Empfehlungen fließen in den weiteren Strategieprozess ein und bilden eine Grundlage für künftige Abstimmungs- und Umsetzungsprozesse im Leistungssportnetzwerk des Landes.
Bildquellen: Bild 1,2,4 – Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz, Bild 3 – IKPE e.V.
MEHR LESEN
Das IKPE beim 19. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung in Berlin
Unter dem Leitthema “Flächen und Gebäude in ländlichen Räumen klug nutzen – Heimat gemeinsam gestalten” bot das 19. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung in Berlin – veranstaltet vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) – Raum für Austausch, Praxisbeispiele und gemeinsame Zukunftsbilder.
Im Fachforum „Kunst der (Um-)Wandlung – vom Leerstand zu Orten der Daseinsvorsorge” wurde am 22.01.2026 diskutiert, wie aus Leerstand lebendige soziale Orte entstehen können. Orte, die Versorgung, Begegnung und Lebensqualität miteinander verbinden.
Das Fachforum wurde gestaltet von der Hochschule Neubrandenburg (Prof. Dr. Peter Dehne) und dem Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung (zze) (Prof. Dr. Thomas Klie) mit fachlichen Kommentierung durch die Dorfbewegung Brandenburg e.V. (Grit Körmer), der Agrarsoziale Gesellschaft e.V. (ASG) (Dr. Oliver Klein) sowie vom Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V. (IKPE) (Dr. Stefan Huber).
Am Beispiel der Gemeinde Langenfeld in Mittelfranken zeigte Reinhard Streng, 1. Bürgermeister der Gemeinde, wie diese “Kunst der Umwandlung” gelingen kann: Durch einen partizipativen Prozess und eine kluge Innenentwicklung entstanden im Ort über die Jahre multifunktionale Orte, die Nahversorgung, soziale Angebote und neue Wohnformen generationenübergreifend und gemeinwohlorientiert vereinen.
In seiner Kommentierung hob Dr. Stefan Huber (IKPE) insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in ländlich geprägten Regionen wie Thüringen die zentrale Bedeutung integrierter Sozialplanung hervor. Verwaltung, Politik, freie Träger der sozialen Arbeit und Zivilgesellschaft müssen gemeinsam denken und handeln, um zukunftsfähige Lösungen für alle Lebensphasen und eine langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge zu entwickeln.
Wenn vorhandene Ressourcen konsequent genutzt, das Neudenken von Räumen ermöglicht und Prozesse professionell begleitet werden, können selbst ambitionierte Zukunftsbilder und Visionen Realität werden. Das Zukunftsforum hat eindrucksvoll gezeigt, wie kommunale Planung, fachliche Expertise und bürgerschaftliches Engagement zusammenwirken können, um ländliche Räume nachhaltig zu stärken.
Darüber hinaus wurde den Besucher*innen aktuelle Ergebnisse der Zukunftswerkstatt zur Sozialstrategierichtlinie (ESF Plus) in Thüringen vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Strategische Sozialplanung (KOSS Plus) der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen umgesetzt wird.
Weitere Informationen zur Zukunftswerkstatt erhalten Sie unter folgendem Link.
Bildquellen:
Bild 1 – Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
Bild 2-4 – IKPE e.V.
MEHR LESEN
Von Fachtagen bis Forschung: Unser Rückblick auf das Jahr 2025
Ein abwechslungsreiches Jahr geht zu Ende. 2025 blicken wir auf zahlreiche fachliche Veranstaltungen, Projekte und Kooperationen zurück, die unsere Arbeit in Thüringen und darüber hinaus geprägt haben.
Unsere Highlights 2025
Drei Fachtage mit zentralen Zukunftsfragen
Gemeinsam mit Praxis, Politik und Wissenschaft haben wir auf drei Fachtagen aktuelle Herausforderungen aufgegriffen und weitergedacht:
- Gestalten und Wirken von Präventionsketten in Thüringen – Jahrestagung der Thüringer Präventionsketten
- Zukunftswerkstatt: Für ein zukunftssicheres Thüringen – Strategien für den ländlichen Raum
- Zuversicht braucht Vertrauen – Ableitungen des 17. Kinder- und Jugendberichts für die Thüringer Kinder- und Jugendhilfe
Präsenz auf zwei bundesweiten Fachmessen
Auf dem 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag 2025 in Leipzig haben wir uns an der bundesweiten Debatte zu Demokratie und Teilhabe beteiligt. Beim 83. Deutschen Fürsorgetag in Erfurt war das IKPE mit zwei Foren vertreten und brachte dort Perspektiven zu den Herausforderungen ländlicher Räume sowie zur Weiterentwicklung von Präventionsketten ein.
Fortbildung und Qualifizierung
Ein weiterer Schwerpunkt lag 2025 auf der Stärkung kommunaler Führungskräfte. Mit dem Auftakt der Fortbildungsreihe für Jugendamtsleiter*innen “Leitung gestaltet Veränderung” haben wir einen Raum für Reflexion, Austausch und strategische Weiterentwicklung geschaffen.
Forschung, Begleitung und kommunale Praxis
Auch in der projektbezogenen Arbeit war 2025 viel Bewegung. Wir begleiten den Landessportbund Rheinland-Pfalz wissenschaftlich mit dem Projekt “Optimierung der Zusammenarbeit im Leistungssportnetzwerk Rheinland-Pfalz”. Im thüringischen Ilm-Kreis setzen wir gemeinsam eine Familienbefragung um. Zudem verantworten wir die Überarbeitung und Fertigstellung des Entwurfs des 8. Kinder- und Jugendberichts des Landes Sachsen-Anhalt.
Wir danken allen Partner*innen, Auftraggeber*innen und Wegbegleiter*innen für das Vertrauen, den Austausch und die konstruktive Zusammenarbeit. Wir wünschen einen erholsamen Jahresausklang und freuen uns darauf, auch 2026 gemeinsam an einer sozialen, demokratischen und zukunftsfähigen Gesellschaft zu arbeiten.
Bildquelle: Canva / Lucie Sindelkova
MEHR LESENIlm-Kreis führt Familienbefragung in Kooperation mit dem IKPE durch
Moderation des Fachtags “Vielfalt als Stärke” im Altenburger Land – gemeinsame Perspektiven auf Migration, Teilhabe und Fachkräftesicherung
Im Rahmen der Prozessbegleitung der Thüringer Gebietskörperschaften bei der Erstellung und Umsetzung von kommunalen Sozialstrategien moderierte Herr Dr. Stefan Huber am 13.11.2025 im Landratsamt des Altenburger Landes den Fachtag “Vielfalt als Stärke: Migration zwischen Teilhabe, Ressourcen und gesellschaftlicher Verantwortung”. Der Fachtag wurde vom Integrationsmanager Herr Andreas Strahlendorf organisiert, um Impulse und Anregungen für die strategische Planung im Landkreis zu erhalten.
Vielfalt ist längst Teil unseres Alltags, unseres Arbeitsmarktes und unserer Zukunftsstrategien. Umso wichtiger ist der gemeinsame Austausch darüber, wie wir diesen Veränderungsprozess konstruktiv begleiten können.
Zentrale Themen des Tages waren:
- Arbeitsmarktintegration: Wie Unternehmen, Verwaltung und Institutionen Zugewanderte erfolgreich in Beschäftigung bringen können.
- Fachkräftesicherung im ländlichen Raum: Welche Rolle internationale Migration für die Zukunft regionaler Betriebe spielt – und welche unternehmerischen Strategien wirken.
- Bevölkerungs- und Migrationsentwicklung im Mitteldeutschen Revier: Welche Trends sich abzeichnen und welche Handlungsfelder sich für Bildung, Regionalentwicklung und Integration daraus ergeben.
Der Nachmittag gehörte ganz dem Dialog. In fünf Diskussionsgruppen wurden Themen vertieft, die für das Altenburger Land in den kommenden Jahren von zentraler Bedeutung sein werden. Die Diskussionen haben sehr deutlich gemacht:
- Integration, Fachkräftesicherung und gesellschaftliche Teilhabe lassen sich nicht isoliert denken.
- Sie entstehen dort, wo Akteure miteinander arbeiten – Verwaltung, Wirtschaft, Bildungseinrichtungen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger.
- Und sie gelingen dann, wenn Vielfalt nicht als Herausforderung, sondern als Potenzial verstanden wird.
Es war inspirierend zu sehen, wie ernsthaft, lösungsorientiert und engagiert im Altenburger Land über die Themen Migration, Teilhabe und Zukunftsfähigkeit gesprochen wird.
Vielfalt ist nicht nur Realität – sie ist eine Ressource. Und sie wird dann zur Stärke, wenn wir sie gemeinsam gestalten.
Bildquelle: IKPE e.V.
MEHR LESENArmutsprävention in Thüringen: Rückblick auf ein Projekt, das vor zehn Jahren begann
Im November 2025 blicken wir beim IKPE auf ein wichtiges Kapitel zurück: Vor zehn Jahren startete das IKPE das Projekt “Prozessbegleitung der Planungskoordinator*innen” im Rahmen der Armutspräventionsrichtlinie des Europäischen Sozialfonds. Diese Richtlinie war ein erfolgreiches Förderinstrument, das wirksam dazu beigetragen hat, Armut und Ungleichheit zu verringern sowie soziale Teilhabe vor Ort zu stärken.
Das IKPE begleitete die Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen während der Projektlaufzeit von 2015 bis 2022 wissenschaftlich bei der Entwicklung und Umsetzung kommunaler Armutspräventionsstrategien.
Ein Meilenstein in der Dokumentation dieser Arbeit war die Broschüre “Fünf Jahre Armutsprävention in Thüringen”, die im Oktober 2020 im Namen des Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie veröffentlicht wurde und an deren Erstellung auch das IKPE maßgeblich mitwirkte. Die Broschüre zieht eine Zwischenbilanz des Projekts und gibt einen Überblick über die Entwicklungen in den Thüringer Landkreisen und kreisfreien Städten.
Doch soziale Inklusion bleibt eine fortwährende Aufgabe. Aufbauend auf den Erfahrungen mit der Armutspräventionsrichtlinie wurde 2022 die ESF Plus Sozialstrategierichtlinie eingeführt. Sie ermöglicht es teilnehmenden Kommunen, Planungsprozesse zu vertiefen und den partizipativen Einbezug von Bürger*innen in lokale Verfahren der Bedarfsfeststellung und Angebotsentwicklung weiter auszubauen. Seit Beginn unterstützt unser Institut die Thüringer Landkreise und kreisfreien Städte dabei, passgenaue Lösungen zu entwickeln – unter anderem zur Bekämpfung von (Kinder-)Armut, Ermöglichung von gesellschaftlicher Teilhabe insbesondere sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen, zum Umgang mit Bildungsbenachteiligung und mit Fachkräftemangel.
im Bild: Heike Werner – ehemalige Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Freistaats Thüringen und Prof. Dr. Jörg Fischer, Institutsleiter des IKPE e.V.
Bildquelle: Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie (TMSGAF)
MEHR LESENAbschluss der Jugendamtsleiter*innen-Fortbildungsreihe “Leitung gestaltet Veränderung” 2025
Zusammen mit den Thüringer Jugendamtsleitungen hat das IKPE, unter Leitung von Dr. Heike Schaarschmidt und Prof. Dr. Jörg Fischer, und den Referenten Sarah Wagner und Sven Braune von Kommune 360° (Auridis Stiftung, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH, PHINEO gAG), Ende Oktober unser drittes Modul der Weiterbildung durchgeführt. Entspannt beherbergte uns das Allianzhaus in Bad Blankenburg wieder und bot einen Rahmen, um kreativ ins Reflektieren zu kommen. Zu Beginn gestaltete jede und jeder eine Vision von einem zukunftsorientierten Haus eines Jugendamtes. Mit Hilfe von Lego-Bausteinen wurde gebaut und siehe da, ob bewusst oder unbewusst, fanden die Vorstellungen von der eigenen Rolle, dem Selbstbild und dem eigenen Führungsverständnis konkrete Ausdrucksformen in einer Architektur, die nicht nur baulich, sondern auch als Prozessarchitektur zu erkennen war. In kleinen Runden folgte dann die Reflexion, wie kann die Vision in Realität überführt werden und was braucht es dazu. Ein gelungener Austausch, um die Alltagspfade zu verlassen und neue Perspektiven einzunehmen.
In diesem Sinne gestalteten sich auch die beiden Tage: Veränderungsräume zu erkennen und zu gestalten. Mit verschiedenen Instrumenten wurden Perspektivenwechsel und Narrationen erprobt, um sich erste Schritte für Veränderungsvorhaben bewusst zu machen, sie vor zudenken, eigene Schranken dabei zu erkennen und aufzulösen. Und mit welchem Habitus nähere ich mich ihnen an? Veränderung aus der Position, gegen den Drachen zu kämpfen “Fighting the Dragon”, um Krisen und Bedrohungen abzuwenden, oder aus der Position “Winning the Princess”, eine gemeinsam getragene positive Zukunftsperspektive zu entwickeln, um Energien im Team zu mobilisieren. Es blieb bis zum letzten Moment spannend und es formte sich “Mut für neue Lösungswege”.
Nach erfolgreichen insgesamt sechs Tagen der Jugendamtsleiter*innenfortbildungsreihe 2025 gab es am Ende natürlich auch eine Reflexionsphase, in der im Konsens festgehalten wurde, eine Fortsetzung soll folgen. Die Gruppe ist zusammengewachsen, es hat sich Vertrauen entwickelt; nur auf dieser Basis war es möglich, sich auch zu schwierigen Fragen zu öffnen und darüber zu sprechen. Und dafür danken wir allen Mitwirkenden! Mit den Worten “Insgesamt ein tolles Format, was den Amtsleitungen sehr gut tut und die Kooperation befördert.“ haben wir uns verabschiedet und vereinbart, Möglichkeiten zu suchen, dieses “sinnvolle und wertvolle Format fortzuführen”. In diesem Sinne, auf zu neuen Ufern (oder Wegen)!
Wir danken der Auridis Stiftung für die Finanzierung dieses wertvollen Angebots und Kommune 360° für die gemeinsame Umsetzung der Fortbildungsreihe.
Bildquelle: IKPE e.V.
MEHR LESENFachtag “Zuversicht braucht Vertrauen – Ableitungen des 17. Kinder- und Jugendberichts für die Thüringer Kinder-und Jugendhilfe“
21. Oktober 2025, 9:30 –15:30 Uhr | Freie evangelische Gemeinde Erfurt FeG, Heinrichstraße 102, 99092 Erfurt
Am 21. Oktober 2025 fand in Erfurt der Fachtag „Zuversicht braucht Vertrauen – Ableitungen des 17. Kinder- und Jugendberichts für die Thüringer Kinder- und Jugendhilfe“ statt. Rund 90 Fachkräfte aus Praxis, Wissenschaft und Verwaltung folgten der Einladung des Thüringer Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie (TMSGAF) und des Instituts für kommunale Planung und Entwicklung e. V. (IKPE). Gemeinsam diskutierten sie, welche Impulse der Bericht für die Kinder- und Jugendhilfe in Thüringen gibt. Auch Studierende der Fachhochschule Erfurt beteiligten sich aktiv und brachten die Perspektive der kommenden Fachkräftegeneration ein.
Nach der Begrüßung durch Constanze Graf (TMSGAF) und einem Grußwort von Sozialministerin Katharina Schenk stellte Prof‘in Dr. Karin Böllert (Universität Münster), Vorsitzende der Sachverständigenkommission, die zentralen Leitlinien des 17. Kinder- und Jugendberichts vor. Sie betonte, dass die Empfehlungen unter anderem darauf abzielen, politische und fachliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine wirksame Kinder- und Jugendhilfe fördern. Um jungen Menschen Zuversicht und Vertrauen zu geben, ist insbesondere die enge Zusammenarbeit der relevanten Akteurinnen und Akteure entscheidend.
Anschließend zeigte Prof. Dr. Jörg Fischer (Fachhochschule Erfurt / IKPE) auf, welche Herausforderungen und Chancen sich insbesondere in Ostdeutschland ergeben und wie die Kinder- und Jugendhilfe junge Menschen in einem gesellschaftlichen Wandel stärken kann.
Dialog zwischen Politik, Praxis und Wissenschaft
Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion stand die Frage, wie Politik, Praxis und Wissenschaft gemeinsam dazu beitragen können, die Kinder- und Jugendhilfe in Thüringen zukunftsorientiert weiterzuentwickeln und positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien zu gestalten.
Praxisnahe Vertiefung am Nachmittag
Am Nachmittag boten fünf Thementische Gelegenheit, praxisnahe Fragen zu diskutieren – unter anderem zu Inklusion, Mitbestimmung, Trägerstrukturen und sozialer Teilhabe. Die Gespräche zeigten, dass es in Thüringen bereits viele gute Ansätze gibt, zugleich aber kontinuierlicher Austausch und gemeinsame Verantwortung entscheidend bleiben, um die Kinder- und Jugendhilfe nachhaltig zu stärken.
Das ausführliche Programm finden Sie unten:
Die Präsentationen der Vorträge stehen hier zum Download bereit.
-
Vortrag „Jungsein können mit Vertrauen und Zuversicht -wie die Kinder-und Jugendhilfe vertrauenswürdig und wirkungsvoll wird!“ , Prof‘inDr. Karin Böllert, Vorsitzende der Sachverständigenkommission des 17. Kinder-und Jugendberichts, Universität Münster
- Vortrag „Aufwachsen in Ostdeutschland – Herausforderungen für junge Menschen und die Kinder-und Jugendhilfe“ , Prof. Dr. Jörg Fischer, Fachhochschule Erfurt/IKPE und Mitglied der Sachverständigenkommission des 17. Kinder-und Jugendberichts
Danksagung
Wir danken an dieser Stelle noch einmal allen, die den Fachtag mitgestaltet und zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, insbesondere den Referentinnen und Referenten, Moderatorinnen und Moderatoren, Teilnehmenden aus Praxis, Wissenschaft und Verwaltung sowie den Studierenden der Fachhochschule Erfurt für ihre engagierte Mitwirkung und wertvollen Impulse.
MEHR LESEN
Rückblick auf den 83. Deutschen Fürsorgetag in Erfurt
Unter dem Motto “TRANSFORMATIONEN – SOZIAL – MACHEN” wurde in den letzten drei Tagen viel diskutiert. Auch das IKPE bot am 18.09.2025 mit zwei Fachforen Gelegenheit dafür. Zum einen im Zukunftsworkshop “Älter, weniger, vielfältiger – Strategien für den ländlichen Raum durch Kooperation in der Sozialplanung”, gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Strategische Sozialplanung (KOSS) der LIGA Thüringen. Im Workshop wurden Szenarien zur Stärkung der sozialen Teilhabe im ländlichen Raum vorgestellt und in Kleingruppen gemeinsam mit Akteuren aus ganz Deutschland diskutiert sowie mit deren Praxiserfahrungen abgeglichen. Der Austausch hat uns wertvolle Anregungen und Erkenntnisse vermittelt, die wir in die weitere Vertiefung und Ausarbeitung der Inhalte einfließen lassen werden. Die Ergebnisse sollen weiterentwickelt werden; hierzu laden wir zum digitalen Follow-up am 23.10.2025 ein. Die Anmeldung ist bis zum 26.09.2025 unter folgendem Link möglich.
Und zum anderen beteiligten sich die “Thüringer Präventionsketten” im Fachforum “Präventionsketten erfolgreich gestalten: Armutsfolgen vorbeugen und ein gutes Aufwachsen für alle Kinder und Jugendlichen sichern!”. Es wurden kommunale Praxisbeispiele der Präventionsketten aus dem thüringischen Saale-Orla-Kreis und der nordrhein-westfälischen Stadt Oberhausen vorgestellt. Die konkreten Beispiele zeigten, wie Präventionsketten vor Ort aufgebaut, Zielgruppen erreicht und Unterstützungsangebote gebündelt werden können. Im Anschluss erweiterten fachliche Inputs der Thüringer Präventionsketten, vertreten durch Programmleiterin Dr. Heike Schaarschmidt vom IKPE e.V., sowie vom Qualitätsverbund Kommunale Präventionsketten, vertreten durch Christoph Gilles, die Perspektive um zentrale Gelingensbedingungen und Herausforderungen. Abgeschlossen wurde das Fachforum durch einen Austausch mit allen Teilnehmenden, der verschiedene Sichtweisen auf kommunaler, Landes- sowie Bundesebene vereinte. Frau Dr. Martina Kottmann (BMBFSFJ) brachte ihre Expertise ein, welche Erfahrungen auf Bundesebene mit dem NAP bestehen. Die Diskussion zeigte, dass Präventionsketten ein komplexer und anspruchsvoller Weg sind, um die verschiedenen Akteur*innen aus der Jugendhilfe, Gesundheit, Bildung, Soziales und Wohnen nachhaltig zusammenzuführen, um mit bestehenden Ressourcen Folgen von Kinderarmut präventiv zu begegnen und gegenzusteuern. Ganz unter dem Motto: Gemeinsam geht‘s besser, aber nicht leichter!
Mit rund 100 Teilnehmer*innen boten unsere beiden Fachforen beim Deutschen Fürsorgetag einen wertvollen Raum für Austausch und Diskussion. Das Interesse bestätigt die Relevanz der Themen – von Präventionsketten bis zu strategischer Sozialplanung. Wir bedanken uns für den konstruktiven Austausch, der gezeigt hat, wie wichtig die gemeinsame Arbeit an Lösungen – über den Tellerrand von Thüringen hinaus – für aktuelle und zukünftige Herausforderungen ist.
Mehr Informationen zum 83. Deutschen Fürsorgetag erhalten Sie unter folgendem Link.
Bildquelle: 1-6 IKPE e.V., 7-10 LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V./Peter Kießling
MEHR LESENStart des 83. Deutschen Fürsorgetags 2025 in Erfurt
Unter dem Motto “TRANSFORMATIONEN – SOZIAL – MACHEN” findet vom 16. bis 18.09.2025 der 83. Deutsche Fürsorgetag in Erfurt statt. Der Deutsche Fürsorgetag ist seit 1880 der Leitkongress des Sozialen in Deutschland und Europa und ein Treffpunkt und Impulsgeber für alle Akteure der Sozialpolitik, des Sozialrechts und der Sozialen Arbeit. Der Kongress wird vom Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. als Forum für den fachpolitischen Austausch veranstaltet.
Das IKPE beteiligt sich am 83. Deutschen Fürsorgetag mit zwei Fachforen. Unter dem Titel “Älter, weniger, vielfältiger – Strategien für den ländlichen Raum durch Kooperation in der Sozialplanung” sind die Teilnehmer*innen am 18.09.2025 eingeladen, sich in einem Zukunftsworkshop mit den Herausforderungen und Bedarfen der Bevölkerung im ländlich geprägten Bundesland Thüringen auseinanderzusetzen. Gemeinsam gilt es für mögliche Zukunftsszenarien Strategien zu entwickeln, um Herausforderungen wie Pflege, Fachkräftemangel, soziale Infrastruktur und Mobilität anzugehen. Das Fachforum wird gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Strategische Sozialplanung (KOSS) der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen veranstaltet.
Darüber hinaus wird das IKPE am 18.09.2025 mit den Thüringer Präventionsketten das Fachforum “Präventionsketten erfolgreich gestalten: Armutsfolgen vorbeugen und ein gutes Aufwachsen für alle Kinder und Jugendlichen sichern!” mitgestalten. Ziel des Forums ist es, verschiedene Umsetzungskonzepte von Präventionsketten als zentrales Instrument der kommunalen Armutsfolgenprävention vorzustellen und gemeinsam Gelingensbedingungen sowie potenzielle Stolperfallen zu identifizieren. Hierzu werden unter anderem Dr. Heike Schaarschmidt vom IKPE und eine Thüringer Programmkommune als Best Practice am Forum teilnehmen.
Weitere Informationen zum Deutschen Fürsorgetag erhalten Sie unter folgendem Link: https://www.dft2025.de/
Wir freuen uns auf Ihren Besuch, neue Impulse und den gemeinsamen Austausch.
MEHR LESENWissenschaftliche Begleitung des Landessportbunds Rheinland-Pfalz durch das IKPE
Am 4. August 2025 fiel mit dem Kick-off-Meeting der Startschuss für das Projekt “Optimierung der Zusammenarbeit im Leistungssportnetzwerk Rheinland-Pfalz” des Landessportbunds Rheinland-Pfalz e.V., das vom IKPE wissenschaftlich begleitet wird. Ziel des Projektes ist die Optimierung der Netzwerkarbeit und der Erfolgssteigerung im Leistungssport in Rheinland-Pfalz.
Ausgangspunkt des Projektes ist ein Memorandum of Understanding des Ministeriums des Innern und für Sport des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, des Landessportbunds Rheinland-Pfalz und der Stiftung Sporthilfe Rheinland-Pfalz, das den Startpunkt für eine optimierte Leistungssportstrategie im Bundesland bildet. Für den Strategieprozess hat der Landessportbund das IKPE als wissenschaftliches Beratungsinstitut beauftragt. Das gemeinsame Projekt unterstützt das übergeordnete Ziel, in Rheinland-Pfalz optimale Voraussetzungen für erfolgreiche Athlet*innen zu schaffen und die Kooperation aller Partner*innen im Leistungssport nachhaltig zu stärken.
Der rheinland-pfälzische Sportminister Michael Ebling betont, dass leistungssportlicher Erfolg kein Zufall, sondern das Ergebnis klarer Strukturen, verlässlicher Partnerschaften und gemeinsamer Zielsetzungen ist: “Mit der neuen Strategie für den Leistungssport legen wir den Grundstein für ein leistungsfähigeres, noch enger vernetztes und damit erfolgreicheres System.” Als bundesweit erfahrener Netzwerkspezialist im organisierten Sport freut sich das IKPE darauf, Rheinland-Pfalz bei der Umsetzung der optimierten Strategie zu unterstützen.
Auch der Präsident des Landessportbundes Rudolf Storck verweist auf die umfassende Expertise des IKPE: “Mit Prof. Fischer haben wir einen ausgewiesenen Netzwerkspezialisten für dieses Projekt gewinnen können, der schon in anderen Bereichen des organisierten Sports erfolgreich Impulse gesetzt hat – etwa auf den Leistungssportkonferenzen des Deutschen Olympischen Sportbunds.” Gemeinsam mit den Akteur*innen des rheinland-pfälzischen Leistungssportnetzwerks will das IKPE Erkenntnisse gewinnen, die den Leistungssport im Bundesland nachhaltig stärken. Wir freuen uns darauf, gemeinsam wertvolle Impulse zu setzen.
Weiterführende Informationen finden Sie auch in der Pressemitteilung des Ministeriums des Innern und für Sport des Bundeslandes Rheinland-Pfalz unter folgendem Link.
MEHR LESENFortsetzung der Jugendamtsleitungs-Fortbildungsreihe
Das IKPE ist im April 2025 mit der Fortbildungsreihe “Leitung gestaltet Veränderung” für Thüringer Jugendamtsleitungen gestartet, in Kooperation mit Kommune 360° sowie mit Unterstützung der Auridis Stiftung. Dr. Heike Schaarschmidt (IKPE), Prof. Dr. Theresa Hilse-Carstensen (IKPE) luden zusammen mit Sarah Wagner (Kommune 360°) und Sven Braune (Kommune 360°) letzte Woche zum zweiten Modul nach Bad Blankenburg ein. Die Veranstaltung lebt von einem Wechsel aus Inputs und Reflexionen. Die Reflexionen knüpfen an die Bereitschaft, die eigene Haltung und das persönliche Handeln zu hinterfragen, sie sind zum einen individuell ausgerichtet und zum anderen bieten sie Anlässe zum Austausch zwischen den Jugendamtsleitungen.
Das 2. Modul stand unter dem Motto: Wie kann ich integrierte Ansätze und (mehr) Zusammenarbeit in meinem Jugendamt und anderen Teilen der Verwaltung voranbringen? Im Mittelpunkt standen Themen wie, welche Rollen bestehen in einer Zusammenarbeit, welche Absichten und Funktionen liegen ihnen inne und wie können sie konstruktiv beantwortet werden. Dem schlossen Informationen zum Konzept der psychologischen Sicherheit und reflektierenden Fragen an, wie geht es einerseits mir selber damit und andererseits, wie kann ich diese den Mitarbeitenden vermitteln.
Die Reflexion zu den Gestaltungsfeldern von partnerschaftlicher Zusammenarbeit zielten insbesondere auf den nicht sichtbaren Teil des Eisbergs, auf die kulturelle Ebene der gelebten Praxis, auf die Kultur im täglichen Handeln, z.B. auf ungeschriebene Regeln, Arbeits-und Führungskulturen. Das heißt die sichtbaren Elemente von Zusammenarbeit wie Leitbilder, Konzepte, Gremienstrukturen, Kommunikations- und Entscheidungsprozesse, Geschäftsordnungen etc. sind der sichtbare Eisberg. Doch Zusammenarbeit wird weitreichend von dem unsichtbaren Teil des Eisberges unter Wasser bestimmt. Dieser unsichtbare Teil ist stets spürbar.
Ausgehend von dem Konzept der sozialen Rollen in der Zusammenarbeit nach David Kantor, in dem insbesondere die Funktionen der “Treiber*in”, der “Anhänger*in”, der Widerständler*in” und der Beobachter*in” reflektiert werden, wurde natürlich gefragt, wer bin ich und wie viele, wo sehe ich mich? Und wie gehe ich mit Widerstand um? Was ist, wenn es in eigentlich erforderlichen Veränderungsprozessen keine Treiber*in gibt? Und die Frage, wie sage ich es in einer Hierarchie, wie kann ich den kommunikativen Umgang gestalten und psychologische Sicherheit gestalten oder auf fehlende reagieren? Es ist zu erahnen, dass diese Fragen sowohl eine intensive persönliche Reflexion als auch im kollegialen Austausch auslösten. In kollegialer Beratung wurden sehr konkrete Herausforderungen beraten.
Die Begegnungen auf Augenhöhe sind erneut wieder gelungen. Und dafür einen ausdrücklichen Dank an alle Jugendamtsleiter*innen! Wir freuen uns auf die Fortsetzung der Auseinandersetzungen im 3. Modul!
MEHR LESENZukunftswerkstatt: Für ein zukunftssicheres Thüringen sozialen Herausforderungen an allen Orten gemeinsam begegnen
Thüringen als ländlich geprägtes Bundesland steht vor der Herausforderung, gleichwertige Lebensverhältnisse und eine bedarfsgerechte Bildungs- und Sozialinfrastruktur in der Fläche bei gleichzeitiger Schrumpfung und Alterung der Bevölkerung sicherzustellen. Kommunale integrierte strategische Sozialplanung spielt dabei eine zentrale Rolle in den Sozialstrategien der Kommunen. In der Zusammenarbeit zwischen den Thüringer Gebietskörperschaften, den Trägern der Freien Wohlfahrtspflege, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft liegen wichtige Chancen, auf die Bedarfe der Bevölkerung wirksam zu reagieren.
Vor diesem Hintergrund hat das Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V. gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Strategische Sozialplanung (KOSS plus) der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V. am 11.06.2025 zur „Zukunftswerkstatt: Für ein zukunftssicheres Thüringen sozialen Herausforderungen an allen Orten gemeinsam begegnen – Strategien für den ländlichen Raum durch mehr Kooperation in der Sozialplanung“ auf dem Landgut Holzdorf in Weimar eingeladen. Rund 70 Teilnehmende setzten sich im Rahmen eines kreativen und beteiligungsorientierten Prozesses mit der Entwicklung und Zukunft des ländlichen Raums in Thüringen auseinander.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Professorin Theresa Hilse-Carstensen, Vorstand und stellvertretende Institutsleiterin des IKPE e.V. sowie Tino Grübel, Geschäftsführer der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V.; gefolgt von zwei Grußwörtern des Staatssekretärs für Landwirtschaft und Ländlichen Raum im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, Marcus Malsch sowie der Thüringer Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie Katharina Schenk. Anschließend folgte ein Vortrag von Dr. Tobias Mettenberger vom Thünen-Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen zum Thema „Ländliche Lebensverhältnisse im Wandel – Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten“. Darin beleuchtete er anhand vielfältiger Statistiken und wissenschaftlicher Daten den demografischen Wandel in ländlichen Räumen in Form von sinkenden Geburtenraten, steigenden Lebenserwartungen und Wanderungsprozessen sowie strategische Ansätze zur Begegnung dieser Herausforderungen.
Die Teilnehmenden haben sich schließlich im Rahmen von Arbeitsgruppen mit der zukünftigen Entwicklung des ländlichen Raums in Thüringen auseinandergesetzt: Für die thematischen Schwerpunkte Begegnungsräume und soziale Teilhabe, Dableibe-Vorsorge, Kooperationsformen im ländlichen Raum und Daseinsvorsorge wurden strategisch und strukturiert Trends analysiert, positive und negative Zukunftsszenarien skizziert und konkrete Handlungsoptionen erarbeitet. Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt sollen mit Blick auf die Sozialplanung in die wissenschaftlichen Beratungsprozesse des IKPE e.V. einfließen. Wir danken allen Mitwirkenden und Teilnehmenden für ihre wertvollen Beiträge und den inspirierenden zukunftsweisenden Austausch.
MEHR LESEN
Die Thüringer Präventionsketten im Erfurter Jugendhilfeausschuss
Das Programm der Thüringer Präventionsketten wurde am 22.05.2025 im Erfurter Jugendhilfeausschuss vorgestellt. Aus gegebenen Anlass: Auf der Tagesordnung stand ein Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN “Aktionsplan Kinderarmut”. In ihm wird die Verwaltung aufgefordert, eine Arbeitsgruppe einzurichten und gemeinsam einen Aktionsplan Kinderarmut zu entwickeln. Der Aktionsplan soll sozioökonomische Daten zu Kinder und Familien aufzeigen, wie viele von Kinderarmut in Erfurt betroffen sind und inwieweit soziale Leistungen und Unterstützungsprogramme in Anspruch genommen werden, verbunden mit einer weiterführenden Bestandsaufnahme zu Unterstützungsangeboten in der Landeshauptstadt, einer Bedarfsanalyse und daraus abzuleitende Weiterentwicklungen.
Hierzu konnte Dr. Heike Schaarschmidt aufzeigen, dass die Stadtverwaltung sich bereits auf den Weg gemacht hat und stellte den Ansatz der Thüringer Präventionsketten sowie das Vorgehen der Erfurter Präventionskette vor. Derzeit setzen sich verwaltungsintern die relevanten Ämter wie Jugendamt, Gesundheitsamt, Amt für Soziales und Amt für Bildung damit auseinander, den Bestand von präventiv ausgerichteten Netzwerken und Unterstützungsangeboten zu erheben und gemeinsam in einer dafür gegründeten Kerngruppe mit Vertreter:innen der Ämter auszuwerten.
Mit ersten Ergebnissen wird Ende des Jahres gerechnet. Die Ausschussmitglieder sprachen sich für den konzeptionellen Ansatz der Präventionsketten im Kontext des Antrages aus. Und es bestand Konsens und Interesse daran, dass die Ergebnisse im IV. Quartal im Jugendhilfeausschuss und bestenfalls im Sozialausschuss vorgestellt werden und sie sich dann zum weiteren Vorgehen verständigen. In diesem Sinne gab es Zustimmung und eine Bestätigung für das Engagement der Stadtverwaltung und des IKPE.
Bildquelle: Dr. Heike Schaarschmidt / IKPE e.V.
MEHR LESENRückblick auf den DJHT: Kommunale Jugendhilfeplanung und Panels zum Nationalen Aktionsplan und 17. Kinder- und Jugendbericht
Auch am zweiten und dritten Tag des Deutschen Kinder- und Jugendhilfetags war das IKPE mittendrin im intensiven Austausch rund um Teilhabe, Chancengerechtigkeit und die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe.
Am 15. Mai 2025 luden Dr. Stefan Huber und Prof. Dr. Theresa Hilse-Carstensen gemeinsam mit Martina Weise-Watzek, Jugendamtsleiterin des Landkreises Sömmerda, zur Veranstaltung „Kommunale Jugendhilfeplanung heute und morgen: Perspektiven und Handlungsstrategien“ an unseren Messestand ein. Im Zentrum stand der Dialog mit Besucher*innen zu Status quo und Zukunft kommunaler Jugendhilfeplanung in Thüringen. Diskutiert wurden zwei Szenarien – eine Utopie und eine Dystopie – aus denen gemeinsam konkrete Handlungsoptionen für eine zukunftssichere Planung abgeleitet wurden. Im Fokus: Was können wir bereits heute tun, um positive Entwicklungen zu ermöglichen – und negative Entwicklungen zu verhindern?
Darüber hinaus brachte sich IKPE-Institutsleiter Prof. Dr. Jörg Fischer in zwei spannende Fachpanels ein:
Im Panel „Kinderchancen gemeinsam gestalten! Rahmenbedingungen nachhaltiger Armuts(folgen)prävention von Bund, Ländern und Kommunen“ diskutierte er mit weiteren Panelgästen über die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“ – ein notwendiger Impuls für verlässliche, systematisch verankerte Armutsprävention und gerechte Teilhabe.
Im Panel zum 17. Kinder- und Jugendbericht ging es um Leitlinien und Empfehlungen für eine vertrauenswürdige Kinder- und Jugendhilfe. Die Diskussion machte deutlich: Kinder und Jugendliche brauchen nicht nur Strukturen, die ihnen Zuversicht ermöglichen – sie brauchen echte Mitgestaltung und verlässliche Unterstützung in einer komplexen Welt.
Mit über 30.000 Besucher*innen war der DJHT ein starkes Signal für die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland. Wir nehmen viele Erkenntnisse, Anregungen und neue Kontakte mit – und sind dankbar für die vielen Gespräche, das Interesse und den gemeinsamen Blick in die Zukunft.
Bild 1: Das IKPE-Team am Messestand
Bild 2: Dr. Stefan Huber, Martina Weise-Watzek und Prof. Dr. Theresa Hilse-Carstensen am Messestand
Bild 3: Prof. Dr. Jörg Fischer während des Panels zum 17. Kinder- und Jugendbericht
Bild 4: Messegelände Leipzig
Auftakt beim DJHT: Präventionsketten-Talk und Frühe-Hilfen-Panel
Buntes Treiben, angeregte Gespräche und konstruktiver Austausch: Wir sind mitten im 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag, der alleine schon aufgrund seiner Vielfalt an Fachforen und der Anzahl an Messeständen beeindruckt. Am Fachstand des IKPE luden Dr. Heike Schaarschmidt, Prof. Dr. Jörg Fischer und Julia Bäring die Thüringer Ministerin Frau Schenk zu einem Talk über Präventionsketten ein. Sofort entwickelte sich eine spannende Diskussion über Wege und Perspektiven, wie in Thüringen kommunale Spitzen stärker eingebunden werden können und das Programm landesweit sichtbarer wird. Ziel ist es, die Thüringer Präventionsketten fortzusetzen und flächendeckend zu etablieren. Es wurde zusammen diskutiert, was es dafür braucht und welche strukturellen Themen relevant sind.
Vertreter:innen mit bundesweiter Fachexpertise und interessierte Besucher:innen haben für einen energiegeladenen Austausch gesorgt. Der Blick über den Tellerrand hinaus ermöglichte die professionelle Heterogenität der Bundesländer zu verdeutlichen. Dies ist nicht nur spannend, sondern zeitgleich prägend für die vertiefte Zusammenarbeit mit der Ministerin, auf die wir uns besonders freuen.
Darüber hinaus wurde in unserem Panel „Zwischen Rückbau, Konsolidierung und Neuorientierung. Wie geht es weiter mit den Frühe Hilfen?“ deutlich: Die Frühen Hilfen stehen vor großen Herausforderungen – aber auch vor ebenso großen Chancen. Fachkräftemangel, Finanzierung und Steuerung wurden genauso diskutiert wie gelungene Praxisbeispiele. Mit viel Engagement und Weitblick brachten Fachkräfte aus Wissenschaft und Praxis ihre Perspektiven ein und entwickelten im Austausch mit dem Publikum gemeinsam Ideen für die Zukunft.
Folglich haben wir den DJHT bereits am ersten Tag mit vielen Eindrücken verlassen, die genauso bunt wie die das Programm der Messe sind. Wir freuen uns, am 14. und 15. Mai 2025 weiter mittendrin zu sein, zuzuhören und die Diskussionen aus der Perspektive des IKPE zu bereichern.
Bild 1: Das IKPE-Team mit Thüringer Ministerin Frau Schenk am IKPE-Messestand
Bild 2: Thüringer Ministerin Frau Schenk während des Präventionsketten-Talks am IKPE-Messestand
Bild 3: Das IKPE-Messeteam am Messestand
Bild 4: Dr. Heike Schaarschmidt und Julia Bäring mit dem Leipziger Messemännchen
Bild 5: Das Leipziger Messegelände
Bild 6: IKPE-Institutsleiter Prof. Dr. Jörg Fischer während des Frühe-Hilfen-Panels
Wir sind dabei! – Beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag 2025
Wir sind dabei – beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Leipzig. Vom 13. bis 15. Mai 2025 findet unter dem Motto “Weil es ums Ganze geht: Demokratie durch Teilhabe verwirklichen!” der 18. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag statt. Das IKPE beteiligt sich am Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag. Wir sind sowohl mit einem Messestand mit zwei Veranstaltungsformaten auf der Fachmesse vertreten als auch bereichern wir den Fachkongress in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) e.V. mit drei Panels. Eine Übersicht unserer Veranstaltungen und Panels finden Sie unter folgendem Link. Wir freuen uns Sie auf unserem Messestand E5 in Halle 2 und bei den Panels zu begrüßen.
Präventionsketten-Talk mit Thüringer Ministerin Katharina Schenk
13.05.2025 um 15.00 Uhr
Gast: Ministerin Katharina Schenk (TMSGAF)
IKPE-Messestand: Prof. Dr. Jörg Fischer, Dr. Heike Schaarschmidt, Julia Bäring
Kommunale Jugendhilfeplanung heute und morgen: Perspektiven und Handlungsstrategien
15. Mai 2025, 11:00 – 12:00 Uhr
Gast: Martina Weise-Watzek, Leiterin des Jugendamts im Landkreis Sömmerda
IKPE-Messestand: Dr. Stefan Huber, IKPE e.V. & Prof. Dr. Theresa Hilse-Carstensen, IU Internationale Hochschule
Panels, mitwirkend jeweils Prof. Dr. Jörg Fischer
Zwischen Rückbau, Konsolidierung und Neuorientierung. Wie geht es weiter mit den Frühe Hilfen?
13. Mai 2025 | 17:15 – 18:45 Uhr | Messehaus M05
Kinderchancen gemeinsam gestalten! Rahmenbedingungen nachhaltiger Armuts(folgen)prävention von Bund, Ländern und Kommunen
15. Mai 2025 | 09:15 – 10:45 Uhr | CCL, Saal 2
Jung sein können mit Zuversicht und Vertrauen – was Kinder- und Jugendhilfe vertrauenswürdig macht. Leitlinien und Empfehlungen des 17. Kinder- und Jugendberichts
15. Mai 2025 | 11.15 bis 12.45 Uhr | CCL, Saal 2
Weitere Informationen zum Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag erhalten Sie unter folgendem Link.
MEHR LESENIssue Network “Sozialer Zusammenhalt in Ostdeutschland”
Der soziale Zusammenhalt in Ostdeutschland steht inmitten großer Herausforderungen – demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Strukturwandel und politische Polarisierung verstärken soziale Unsicherheiten und Vertrauensverluste. Wie kann sozialer Zusammenhalt gestärkt und wissenschaftlich begleitet werden? Basierend auf einer interdisziplinären Forschungsperspektive legt das Issue Network “Sozialer Zusammenhalt in Ostdeutschland” (Deutsches Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS)) den Fokus auf einen Theorie-Praxis-Dialog.
Wir laden interessierte Akteur*innen ein, gemeinsam mit uns eine interdisziplinäre Wissens-, Austausch- und Handlungsplattform zu bilden, um verschiedene Perspektiven auf den sozialen Zusammenhalt in Ostdeutschland zusammenzuführen, interdisziplinäre Zugänge auf das Thema zu identifizieren, sozialpolitische Handlungsmöglichkeiten auszuloten und praxisnahe Impulse für eine zukunftsfähige Sozialpolitik in Ostdeutschland zu setzen. Ausführliche Informationen zu Zielsetzungen und den Möglichkeiten der Beteiligung finden Sie in diesem Dokument.
Wenn Sie Interesse an einer Mitwirkung haben, dann melden Sie sich gerne bei:
💡 Prof. Dr. Jörg Fischer, Fachhochschule Erfurt, joerg.fischer(at)fh-erfurt.de oder
💡 Prof. Dr. Theresa Hilse-Carstensen, IU Internationale Hochschule Erfurt, theresa.hilse-carstensen(at)iu.org
Das Issue Network beteiligt sich am CFA zum FIS-Forum 2025, das unter dem Titel „Solidarität im Sozialstaat – Forschung für eine inklusive Gesellschaft” vom 03.-04.11.2025 in Leipzig stattfinden wird. Den vollständigen Call zum FIS-Forum mit den ausführlichen Informationen zum Call des Issue Networks „Sozialer Zusammenhalt in Ostdeutschland – Herausforderungen und sozialpolitische Lösungsansätze” finden Sie auf der Veranstaltungswebseite, ebenso wie Hinweise zu Vorgaben für die Einreichung und Fristen.
Weiterführende Informationen zum Issue Network können Sie hier abrufen. Wir freuen uns über Ihr Interesse!
MEHR LESENGestalten und Wirken von Präventionsketten in Thüringen
Das IKPE ist nunmehr in seinem dritten Jahr der Begleitung von Thüringer Kommunen zur Einführung des Präventionskettenansatzes in den Landkreisen und kreisfreien Städten. Aus diesem Anlass lud das IKPE am 23.04.2025 zur Jahrestagung der Thüringer Präventionsketten „Gestalten und Wirken von Präventionsketten in Thüringen“ in das Augustinerkloster zu Erfurt ein. Im Mittelpunkt der Tagung stand, mit welchen Ansätzen die beteiligten Kommunen Präventionsnetzwerke gestalten. Auf sie war das Rampenlicht gerichtet. Gemeinsam mit ihnen war es möglich, auf Entwicklungen, Erfolge und Herausforderungen zu blicken und zu Lernprozessen und Ableitungen ins Gespräch zu kommen.
Gleich zu Beginn der Tagung übergab Dr. Heike Schaarschmidt (IKPE) der Thüringer Sozialministerin Katharina Schenk (TMSGAF) als Schirmfrau – symbolisch mit einem Präventionskettenschirm – die Schirmherrschaft über das Programm. Diese Ernennung übernahm Katharina Schenk mit den Worten „ich bin gerne Ihre Türöffnerin“ und „ich will die Arbeit meiner Vorgängerin fortsetzen“. Blitzlichtartig gaben die Vertreter*innen der Kommunen ihr einen ersten Einblick, der im Verlaufe des Tages in Fachforen vertieft wurde. Es folgten Diskussionen und Anregungen, sich immer wieder bewusst zu machen „vom Kind aus zu denken“, dafür Zugänge zu schaffen, um sie frühzeitig zu erreichen. Dafür bedarf es einer Verantwortungsgemeinschaft, einer „Allianz der Willigen“, Vertrauen und Unterstützung sowie einen „langen Atem“.
Mittlerweile können wir stolz darauf hinweisen, dass die Weiterentwicklung und Unterstützung von Kommunalen Präventionsketten auch im Thüringer Koalitionsvertrag verankert ist und gemeinsam mit der Sozialministerin Katharina Schenk, der Auridis Stiftung und dem IKPE Gespräche geplant sind, wie eine weitere Förderphase 2026-2028 gestaltet werden kann, um für einen flächendeckenden und nachhaltigen Aufbau von Präventionsnetzwerken Thüringer Landkreise zu unterstützen. In diesem Sinne war die Tagung eine Zwischenbilanz, am Ende des Tages waren sich alle einig, der Wille ist da, „Fortsetzung folgt“.
Fotos: IKPE e.V./Josefine Strüning & Christin Kley
MEHR LESEN
Auftakt der Jugendamtsleiter-Fortbildungsreihe “Leitung gestaltet Veränderung”
Das IKPE organisiert 2025 in Kooperation mit Kommune 360° und der Auridis Stiftung die Veranstaltungsreihe “Leitung gestaltet Veränderung”. Kern der Fortbildung ist, Jugendamtsleitungen im Austausch zu begleiten und unter anderem zu beleuchten, mit welchen Rollenanforderungen sie konfrontiert sind, welche komplexen Prozesse und Aufgaben damit verbunden sind und wie man diesen schwer beladenen Tanker “Jugendamt” zielgerichtet steuern kann. Die Idee zur Fortbildung, in der die Jugendamtsleitungen und der Austausch zwischen ihnen im Mittelpunkt stehen, entstand aus dem Programm der Thüringer Präventionsketten.
Im ersten Teil dieser Fortbildungsreihe begaben sich von 22 Thüringer Kommunen 17 Jugendamtsleitungen in eine gemeinsame Reflexion: Was hat eigentlich mein Tätigkeitsfeld ganz konkret mit Kooperation und Zusammenarbeit zu tun, mit integriertem oder agilem Arbeiten? Sind das alles nur neue Schlagwörter oder lohnt es sich, darüber nachzudenken? Wie sinnvoll ist integrierte Steuerung und Planung als Denkmodell eines zweiten Betriebssystems? Lösen sich damit nicht immer mehr Struktur und Verantwortung auf? Diese und weitere Fragestellungen wurden mit eigenen Begriffen und Ansprüchen beantwortet: Flexibles Arbeiten und kooperative Führung sowie hybrides Arbeiten – verbunden mit dem Anspruch des Ergänzens statt kollaborativem Arbeiten!
Was bleibt, sind jedoch offene Themen, die weiterer Auseinandersetzung bedürfen. Im Zentrum steht die Reflexion, wie bedeutsam Haltung und Geduld sind, um gelingende Kooperationen zu ermöglichen. Es geht um die Gestaltung von Partnerschaften – sei es zwischen Amtsleitungen innerhalb der Verwaltung, im Verhältnis zur Politik oder im Miteinander mit den Mitarbeitenden. Auch der Umgang mit einem Dissens zu Entscheidungen oder Herangehensweisen rückt in den Fokus. Die Beziehung zum Jugendhilfeausschuss stellt dabei ein besonderes Spannungsfeld dar: Handelt es sich hier um eine echte Partnerschaft oder vielmehr um eine Arbeitsbeziehung, die aktiv gestaltet werden muss? Die Verwaltung sieht sich häufig in der Rolle eines Dienstleisters, der politische Entscheidungen umsetzt – doch was bedeutet dieses Rollenverständnis heute noch?
Diese Überlegungen werfen sowohl aus der Perspektive der Politik als auch aus Sicht der Verwaltung neue Fragen auf: Was passiert, wenn politische Visionen fehlen – oder wenn es ihrer zu viele gibt? Im gemeinsamen Austausch sind zahlreiche Impulse entstanden, die den Auftakt für eine weiterführende Reflexion zum integrierten Arbeiten bilden.
Wir sind Anfang April 2025 mit der Fortbildungsreihe gestartet, zwei weitere Module werden im Juni und Oktober 2025 folgen. Die Veranstaltung lebt von dem Austausch zwischen den Jugendamtsleitungen und der Bereitschaft, die eigene Haltung und das persönliche Handeln zu hinterfragen sowie neue Perspektiven zu gewinnen. Wir sind gespannt auf die Fortsetzung der Auseinandersetzungen und den Begegnungen auf Augenhöhe.
MEHR LESEN
Gemeinsamer Fachtag zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Sozialplanung
Am 31. März 2025 hat das Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) gemeinsam mit der Gestaltung, Innovation und Beratung in der Arbeits- und Sozialpolitik GmbH (G.I.B.) aus Nordrhein-Westfalen einen Online-Fachtag zur Thematik “Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Sozialplanung” veranstaltet.
Der Fachtag war eine wertvolle Gelegenheit, sich zum Status Quo der Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Sozialplanung sowie der damit verbundenen Chancen und Herausforderungen auszutauschen. KI bietet zahlreiche Möglichkeiten für die kommunale Verwaltung – von datenbasierten Entscheidungsgrundlagen bis hin zur Optimierung der integrierten Zusammenarbeit innerhalb der Kommunen.
Ausgehend davon haben die Teilnehmer*innen des Online-Fachtags zu folgenden Anwendungsbereichen von KI für die Sozialplanung diskutiert:
💡 KI-gestützte Partizipation
💡 KI-basierte Assistenten für Datensuche und –analyse
💡 KI und Sozialplanung: Bedarfe der Planung
💡 Digitaler Zwilling der Gesellschaft als Sozialplanungs-Tool?
💡 ChatGPT & Co. im Büroalltag: Teamkollege oder Praktikant?
💡 Leitfäden/Richtlinien für KI in Kommunen
💡 Ethik einer vernetzten Kommune: Zwischen Daseinsvorsorge und sozialer Kontrolle
Zum Abschluss des Fachtages hat Sandra Baumholz am Beispiel der Landeshauptstadt Stuttgart einen wertvollen Einblick in die Implementierung von KI gegeben. Mit einer stadtweiten KI-Strategie ergänzt Stuttgart seine bestehende Digitalisierungsstrategie. Ziel ist es, KI gezielt einzusetzen, um Verwaltung, Wirtschaft und das tägliche Leben effizienter, nachhaltiger und innovativer zu gestalten.
Ein herzliches Dankeschön an Dr. Frank Nitzsche von der Gestaltung, Innovation und Beratung in der Arbeits- und Sozialpolitik GmbH, Marcel Ruß und Sandra Baumholz von der Landeshauptstadt Stuttgart sowie Dr. Stefan Huber und Andreas Blume-Strotzer vom IKPE e.V. sowie an alle Organisator*innen für die Ausrichtung der Veranstaltung. Wir sind gespannt, welche neuen Perspektiven und Möglichkeiten sich für den Einsatz von KI in der Sozialplanung noch eröffnen werden.
MEHR LESENVeröffentlichung neuer Broschüren zum Thema Adressatenbeteiligung
Wie gelingt die Einbindung verschiedener Zielgruppen in kommunale Planungsprozesse? Wie wird Bürgerbeteiligung in der Praxis tatsächlich umgesetzt? Das Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V. (IKPE) hat im Hinblick auf diese und weitere Fragestellungen zwei neue Broschüren veröffentlicht, die wertvolle Einblicke und praxisnahe Ansätze bieten:
Kommunen im Dialog I – Wie Beteiligung in Planungsprozessen gelingen kann
Diese Broschüre gibt Sozialplaner*innen inspirierende Praxisbeispiele aus Thüringer Kommunen an die Hand und zeigt bewährte Methoden für gelungene Beteiligung auf. Anhand konkreter Beispiele wird dargestellt, welche Erkenntnisse für zukünftige Beteiligungsprozesse genutzt werden können. Die Broschüre enthält wertvolle Einblicke aus Kommunen, welche an der vom Freistaat Thüringen mit ESF-Plus-Mitteln geförderten Sozialstrategierichtlinie teilnehmen. Ergänzend dazu werden verschiedene Beteiligungsmethoden vorgestellt, um den methodischen Werkzeugkasten für Planungsprozesse zu erweitern.
Kommunen im Dialog II – Bürgerbeteiligung in Kommunen: Wahrnehmung, Organisation und Umsetzung in der Praxis
Basierend auf einer deutschlandweiten Befragung von 468 kommunalen Akteuren wird in dieser Publikation der aktuelle Stand der Bürgerbeteiligung in Deutschland analysiert und liefert ausgehend davon Argumentationshilfen für zukünftige Beteiligungsprozesse. Die Broschüre gibt wertvolle Erkenntnisse darüber, wie Bürger*innen in kommunale Entscheidungsprozesse eingebunden werden und wo noch Herausforderungen bestehen.
Die Broschüren stehen kostenlos auf unserer Website zum Download bereit: Kommunen im Dialog I & Kommunen im Dialog II.
Ein großes Dankeschön an alle engagierten Sozialplaner*innen und kommunalen Akteur*innen, die ihre Erfahrungen und Good Practices mit uns geteilt haben! Vielen Dank außerdem an die Autor*innen Josefine Elisabeth Strüning, Christin Kley, Dr. Gernot Herzer und Dr. Stefan Huber.
Wir wünschen eine erkenntnisreiche Lektüre!
Im Bild: Im Rahmen des Arbeitskreises Sozialplanung am 21. März 2025 in Erfurt konnte das IKPE – hier Projektleiter Dr. Stefan Huber – auch der Thüringer Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie Katharina Schenk unsere neuen Broschüren präsentieren.
MEHR LESENIKPE-Studie – Kommunen im Dialog: Bürgerbeteiligung in der Praxis
Wie wird Bürgerbeteiligung in deutschen Kommunen tatsächlich umgesetzt? Diese Frage stand im Mittelpunkt unserer aktuellen Studie “Kommunen im Dialog: Bürgerbeteiligung in Kommunen – Wahrnehmung, Organisation und Umsetzung in der Praxis”, die unter der Leitung von Dr. Gernot Herzer am Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V. (IKPE) durchgeführt wurde.
Die Ergebnisse basieren auf einer deutschlandweiten Online-Befragung von 468 kommunalen Akteur*innen und liefern wertvolle Erkenntnisse darüber, wie Bürgerinnen und Bürger in kommunale Entscheidungsprozesse eingebunden werden – und wo noch Herausforderungen bestehen. Sie umfasste eine Vollerhebung von kreisfreien Städten, Gemeinden und Landkreisen und richtete sich deutschlandweit an Sozialplaner*innen. Die Studie wurde im Zeitraum von Februar bis Juli 2024 durchgeführt.
Die Ergebnisse zeigen: Bürgerbeteiligung ist kein „nice-to-have“, sondern ein essenzieller Bestandteil moderner Kommunalpolitik – verankert in internationalen und nationalen Gesetzgebungen, von der UN-Behindertenrechtskonvention über das Baugesetzbuch bis hin zur Thüringer Kommunalordnung.
Positive Entwicklungen konnten wir vor allem in folgenden Bereichen feststellen:
👉 Aufbau notwendiger Verwaltungsstrukturen
👉 Einrichtung spezialisierter Stellen für Bürgerbeteiligung
👉 Entwicklung von Fachkompetenzen
👉 Höhere Anzahl und bessere Umsetzungsqualität von Beteiligungsverfahren
Dennoch gibt es noch Herausforderungen:
💡 Empowerment: Wie können Bürgerinnen und Bürger tatsächlich mitentscheiden?
💡 Kompetenzaufbau: Welche Unterstützung brauchen Kommunen zur Umsetzung?
💡 Stadt-Land-Gefälle: Wie können strukturelle Unterschiede in der Beteiligung überwunden werden?
Unsere Erkenntnisse liefern wichtige Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung von Bürgerbeteiligung in Deutschland. Damit die Ergebnisse nicht nur Theorie bleiben, spiegeln wir sie aktiv an die Kommunen zurück und stellen sie in Publikationen und auf wissenschaftlichen Konferenzen zur Verfügung. Weiterführende Informationen zur Studie finden Sie unter folgendem Link.
MEHR LESENDas IKPE beim 83. Deutschen Fürsorgetag 2025 in Erfurt
Unter dem Motto “TRANSFORMATIONEN – SOZIAL – MACHEN” findet vom 16. bis 18. September 2025 der 83. Deutsche Fürsorgetag in Erfurt statt. Ziel des Fürsorgetags ist es, wichtige gesellschaftliche und soziale Entwicklungen, Themen sowie Herausforderungen sichtbar zu machen, in den Diskurs zu bringen und gemeinsam zu reflektieren. Im Fokus der Veranstaltung steht die Diskussion gesellschaftlicher Veränderungsprozesse im sozialen Kontext und die Frage nach der Ausgestaltung einer vorausschauenden und investiven Sozialpolitik. Transformationen sollen als Chance gesehen werden, um notwendige Veränderungen für die zukünftige Ausrichtung anzustoßen. Themenfelder, die von besonderer Relevanz sind, umfassen beispielsweise die Weiterentwicklung der Sozialsysteme, den sinnvollen Einsatz von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz als auch eine verantwortungsvolle Ausgestaltung von Migrationspolitik.
Das IKPE beteiligt sich gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Strategische Sozialplanung (KOSS) der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege am 83. Deutschen Fürsorgetag mit einem Forum. Unter dem Titel “Älter, weniger, vielfältiger – Strategien für den ländlichen Raum durch Kooperation in der Sozialplanung” sind die Teilnehmer*innen eingeladen, sich in einem Zukunftsworkshop mit den Herausforderungen und Bedarfen der Bevölkerung im ländlichen, vom demografischen Wandel geprägten Bundesland Thüringen auseinanderzusetzen. Gemeinsam gilt es mögliche Zukunftsszenarien und Strategien zu entwickeln, um Herausforderungen wie Pflege, Fachkräftemangel, soziale Infrastruktur und Mobilität anzugehen.
Der Deutsche Fürsorgetag ist seit 1880 der Leitkongress des Sozialen in Deutschland und Europa sowie ein Treffpunkt und Impulsgeber für alle Akteur*innen der Sozialpolitik, des Sozialrechts und der Sozialen Arbeit. Der Kongress wird vom Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. als Forum für den fachpolitischen Austausch veranstaltet. Alle drei Jahre wird er in Kooperation mit einer Stadt und dem zugehörigen Bundesland ausgerichtet. Im Jahr 2025 ist die Stadt Erfurt Gastgeber. Die Schirmherrschaft für den 83. Deutschen Fürsorgetag übernimmt die Bundesministern für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Lisa Paus.
Weiterführende Informationen erhalten Sie unter folgendem Link.
Bildquelle: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V.
MEHR LESENDas IKPE bringt seine Expertise zur kommunalen Armutsprävention in den NAP-Ausschuss ein
Prof. Dr. Jörg Fischer, Leiter des Instituts für kommunale Planung und Entwicklung e.V. (IKPE) und Professor an der Fachhochschule Erfurt, wurde in den Ausschuss des Nationalen Aktionsplans “Neue Chancen für Kinder in Deutschland” (NAP) berufen. Er bringt seine wissenschaftliche Expertise zur kommunalen Armutsprävention ein und unterstützt die Entwicklung nachhaltiger Strategien zur Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut. Die Berufung in den Beirat trägt dazu bei, dass die Forschungs- und Vernetzungserkenntnisse des IKPE im Bereich der Armutsprävention kontinuierlich in die bundesdeutsche Diskussion eingebracht werden können: “Wir freuen uns über die Berufung des IKPE in den Beirat, da dadurch auch deutlich wird, welche Position wir uns als Institut neben den großen Verbänden im nationalen Diskurs erarbeitet haben”, so Professor Fischer.
Mit dem Nationalen Aktionsplan setzt Deutschland die EU-Kindergarantie um, die allen Kindern, insbesondere jenen in sozial benachteiligten Lebenslagen, den Zugang zu hochwertiger Bildung, Gesundheitsversorgung, gesunder Ernährung und angemessenem Wohnraum sichern soll. Der im Juli 2023 vom Bundeskabinett verabschiedete Plan läuft bis 2030 und wird von einem rund 50-köpfigen Ausschuss begleitet.
Der NAP-Ausschuss dient als bundesweite Plattform für den Austausch zwischen Bund, Ländern, Kommunen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, gemeinsam effektive Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung junger Menschen zu entwickeln und umzusetzen. In den zweijährlich erscheinenden Fortschrittsberichten werden zentrale Themen vertieft – das Schwerpunktthema des ersten Berichts ist die kommunale Armutsprävention.
Professor Fischer verfasste dazu die praxisbezogene Expertise “Perspektiven integrierter Ansätze zur Armutsprävention in Kommunen”. In dieser Studie werden bewährte Strategien analysiert, um langfristige und nachhaltige Lösungen für die Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut auf kommunaler Ebene zu entwickeln. Dabei werden sowohl bestehende Herausforderungen als auch die Potenziale für eine wirkungsvolle Armutsprävention betrachtet.
Die Ergebnisse der Expertise flossen in die Beratungen des NAP-Ausschusses ein und bieten eine fundierte Grundlage für die weitere politische und fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis ist essenziell, um die Weichen für eine gerechtere Zukunft für Kinder und Jugendliche zu stellen.
Weiterführende Links:
Expertise von Prof. Dr. Jörg Fischer (IKPE)
Meldung des BMFSFJ
13. Erfurter Fachgespräch “Schule und Kommune. Potenziale eines gemeinsamen Denkens von Startchancen und Präventionsketten”
Am 22.01.2025 hat das IKPE in Kooperation mit der Fachhochschule Erfurt zum Erfurter Fachgespräch „Schule und Kommune. Potenziale eines gemeinsamen Denkens von Startchancen und Präventionsketten“ eingeladen. Das Fachgespräch beleuchtete, wie Schulen und Kommunen durch Kooperation bestehende Unterstützungsstrukturen systematisch zusammenführen können, um Kinder und Jugendliche bestmöglich zu fördern.
Das neue Startchancen-Programm konstatiert in der Bund-Länder-Vereinbarung eine starke Einbindung der Ressourcen des sozialen Umfelds von Schulen und dass diese Kooperation für den Erfolg des Programms von herausragender Bedeutung sei. Denn Kommunen sind gleichermaßen daran interessiert, die Rahmenbedingungen für ein gelingendes Aufwachsen und den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Beide Akteur*innen verfolgen somit ein gemeinsames Ziel: Vernetzte Unterstützungsprozesse und Strukturen zu schaffen, die ein gelingendes Aufwachsen von allen Kindern und Jugendlichen in Wohlbefinden stärken.
Mit den kommunalen Präventionsketten steht ein erprobter Ansatz zur Verfügung, der nicht nur Bildungsaspekte, sondern auch andere Lebenslagebereiche zur sozialen Teilhabe integriert. Diese Netzwerke zahlreicher externer Partner*innen bieten wertvolle Anknüpfungspunkte für die Startchancen-Schulen.
Gemeinsam mit den anwesenden Expert*innen: Frau Paulus, Schulleiterin der Staatlichen Grundschule „Saaletalschule“ in Jena, Dr. Andres Friedrichsmeier, Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Dr. Heike Schaarschmidt, Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V., Markus Büchel, Auridis Stiftung und Alexander Mavroudis, Qualitätsverbund Kommunale Präventionsketten und Landesjugendamt des Landschaftsverbands Rheinland und moderiert von Professor Jörg Fischer, Fachhochschule Erfurt und Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V. wurden verschiedenste Aspekte diskutiert. Inwieweit geschieht eine programmatische Einbindung der Kommunen in „Startchancen“? Aus welchen Perspektiven heraus findet die Annäherung von kommunalen Präventionsangeboten wie die der Jugendhilfe und dem schulischen System statt? Ferner wurde diskutiert, mit welchem Bezugsrahmen ein Kulturwandel der Institutionen erforderlich sei. Auch wenn – wie zu erwarten – verschiedene Haltungen das Gespräch prägten, konnte mit den Worten von Herrn Dr. Friedrichsmeier (Thüringer Bildungsministerium) „Ja, gehen wir es gemeinsam an.“ (Dr. Andres Friedrichsmeier, 2025, 1:45:01-1:45:04) eine gemeinsame, zukunftsweisende Perspektive vereinbart werden.
Ihr Interesse an den Gesprächsergebnissen ist geweckt? Dann schauen Sie sich die Aufzeichnung des Fachgespräches auf dem YouTube-Kanal der Fachhochschule Erfurt an und teilen Sie gerne Ihre Ansichten mit uns.
Bildquelle: Anton Wolf / FH Erfurt
MEHR LESENStrategien gegen Folgen von Kinderarmut: Gemeinsamer Austausch des IKPE mit politischen Entscheidungsträger*innen
Am 21.01.2025 hatte das IKPE die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Ekin Deligöz, die Thüringer Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie, Katharina Schenk, und den Oberbürgermeister der Stadt Jena, Dr. Thomas Nitzsche, zu einem gemeinsamen Austausch zu Gast.
Im Fokus des Treffens stand die Entwicklung präventiver Ansätze zur Bekämpfung der Folgen von Kinderarmut. Ziel ist es, die Netzwerke zwischen Kommunen, Ländern und dem Bund in der sozialpolitischen Gestaltung zu stärken und neue Impulse für die Zusammenarbeit zu setzen. Kinderarmut ist eine Herausforderung, der nur gemeinsam durch starke Netzwerke und innovative Ansätze begegnet werden kann. Durch den strategischen Austausch soll der Dialog zwischen den verschiedenen politischen Ebenen intensiviert werden und wichtige Einblicke in die Perspektiven der Kommunen gegeben werden.
Im Rahmen des Treffens wurden die Umsetzung der Kommunalen Sozialstrategie, das Landesprogramm “Solidarisches Zusammenleben der Generationen” und die Präventionsketten thematisiert. Insbesondere das Projekt der Präventionsketten ist darauf ausgerichtet, sozial benachteiligten Kindern und Familien präventive und passgenaue Unterstützung zu bieten. Neben den fachlichen Inputs bot das Treffen den Teilnehmenden die Möglichkeit, eigene Erfahrungen und Perspektiven einzubringen.
Dem Treffen voraus ging eine Teilnahme von Frau Ekin Deligöz (BMAS) und Herrn Prof. Dr. Jörg Fischers (IKPE) an der Kinder-Uni der Fachhochschule Erfurt zum Thema Kinderarmut. Unter dem Titel “Wenn alle könnten, wie sie gerne würden” diskutierten Frau Deligöz und Herr Fischer mit 250 kleinen und großen Gästen über Ursachen und Folgen von Kinderarmut.
Bildquelle links: Josefine Strüning / IKPE e.V., Bildquelle rechts: Grit Gröbel / FH Erfurt
MEHR LESENEin Zwischenruf zur Bundestagswahl 2025
Das IKPE ist Mitglied im Qualitätsverbund Kommunale Präventionsketten und wirkt in diesem mit. Gemeinsam wurde ein “Zwischenruf zur Bundestagswahl 2025” im Sinne eines Positionspapiers entwickelt und verabschiedet. Auf dieses möchten wir Sie hinweisen. https://www.qv-praeventionsketten.de/wp-content/uploads/2024/12/qp-Positionspapier_Dezember-2024.pdf
Was ist der Qualitätsverbund? Bundesweit findet das Handlungsfeld „Kommunale Präventionsketten“ mittlerweile einen hohen Anklang und geht in einigen Bundesländern modellhaft oder schon fest implementiert in die Umsetzung. Die Kommunen werden bei der Umsetzung überall von Prozessbegleitungen auf Länderebene begleitet.
Diese Fachbegleitungsstellen haben sich in einem bundesländerübergreifenden Qualitätsverbund Präventionsketten zusammengeschlossen und reflektieren gemeinsam, was sie tun und wofür sie stehen. https://www.qv-praeventionsketten.de/
MEHR LESENDie Stimme der jungen Generation: Erkenntnisse und Empfehlungen aus dem 17. Kinder- und Jugendbericht
Wir blicken zurück auf ein spannendes Online-Kolloquium, das wir am 9. Januar 2025 veranstaltet haben. Gemeinsam mit Professor Dr. Jörg Fischer, Mitglied der Sachverständigenkommission des 17. Kinder- und Jugendberichts, haben wir zusammen mit den teilnehmenden Akteur*innen zentrale Ergebnisse des Berichts diskutiert und praxisrelevante Ableitungen für die kommunale Planung und Entwicklung beleuchtet.
Das Kolloquium zur Präsentation des 17. Kinder- und Jugendberichts war ein wertvoller Austausch über die Herausforderungen, vor denen junge Menschen heute stehen, und die Rolle der Kinder- und Jugendhilfe, diese zu meistern.
Um die Kinder- und Jugendhilfe gezielt weiterzuentwickeln und die Lebensbedingungen junger Menschen zu verbessern, sind präzise Analysen und fundierte Empfehlungen notwendig. Ausgehend davon legt die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag und dem Bundesrat in jeder Legislaturperiode den Kinder- und Jugendbericht vor, der diese wichtigen Erkenntnisse beinhaltet. Eine unabhängige Sachverständigenkommission wird mit der Ausarbeitung dieses Berichts beauftragt.
Am 18. September 2024 stellte Bundesjugendministerin Lisa Paus gemeinsam mit der Sachverständigenkommission den 17. Kinder- und Jugendbericht vor. Es ist ein Gesamtbericht zur Analyse und Bewertung der Kinder- und Jugendhilfe und ihres Beitrages zu einem gelingenden Aufwachsen junger Menschen. Mit den Stichworten “Aufwachsen in Krisen” und “Aufwachsen in einer diversen Gesellschaft” fand insbesondere die aktuelle Situation Eingang in die Analysen.
Zentrale Erkenntnisse des Berichts:
👉 Vielfältige Lebenswelten junger Menschen: Rund 22 Millionen junge Menschen in Deutschland – mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Herausforderungen – prägen das Bild einer sehr diversen Generation.
👉 Komplexe Krisenerfahrungen: Klimawandel, Pandemie und geopolitische Unsicherheiten wirken sich unterschiedlich auf das Wohlbefinden und die Chancen der jungen Generation au
👉 Zukunftsvertrauen: Trotz dieser Krisen zeigt sich eine Mehrheit der jungen Menschen optimistisch, dennoch ist das Vertrauen in die Zukunft insgesamt gesunken.
Wichtige Themen und Fallbeispiele aus der Praxis:
💡 Inklusion und Ganztagsbetreuung als Schnittstellen der Kinder- und Jugendhilfe zu anderen Bereichen wie Bildung und Gesundheit.
💡Kooperation als Grundprinzip: Nur durch Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Systemen können wir die komplexen Anforderungen der Jugendhilfe erfüllen und junge Menschen nachhaltig unterstützen.
💡Beteiligung der jungen Generation: Der Bericht zeigt auf, dass Partizipation und Mitbestimmung von jungen Menschen noch nicht ausreichend in die Praxis integriert sind – ein Bereich, der mehr Aufmerksamkeit braucht.
Schlussfolgerungen:
Die Zusammenarbeit von Institutionen und die strategische Planung sind unerlässlich, um den vielfältigen Bedürfnissen der jungen Generation gerecht zu werden. Besonders in Krisenzeiten brauchen wir starke und vertrauenswürdige Institutionen, die jungen Menschen Orientierung, Unterstützung und Perspektiven bieten.
Sollten Sie weitere Fragen zum Kinder- und Jugendbericht haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Wir freuen uns, mit Ihnen in den Austausch zu treten.
Weiterführende Links:
Der 17. Kinder- und Jugendbericht des BMFSFJ
Broschüre “Zentrale Erkenntnisse und Empfehlungen des 17. Kinder- und Jugendberichts”
MEHR LESEN
Unser Rückblick auf 2024 – Ein Jahr voller Engagement, Austausch und neuer Perspektiven
Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende, und wir blicken mit Dankbarkeit und Stolz auf zwölf ereignisreiche Monate zurück. Als Institut konnten wir in Kooperation mit unseren Partner*innen und Unterstützer*innen zahlreiche Projekte und Veranstaltungen umsetzen, die den Grundstein für mehr soziale Teilhabe, Inklusion und Prävention in Thüringen gelegt haben.
Unsere Highlights
Drei bedeutende Fachtage:
Wir waren Veranstalter von drei inspirierenden Fachtagen, auf denen wir dank zahlreicher Expert*innen und engagierter Teilnehmenden wertvolle Erkenntnisse gewinnen und innovative Impulse setzen konnten.
1. “Wirkungsorientiertes Planen und Handeln – von der Theorie zur Praxis”
2. “Wie jede*r zu Wort kommt – Wege zur Gestaltung von niedrigschwelligen Beteiligungsangeboten”
3. “Armut und demokratische Teilhabe”
Teilnahme an nationalen Dialogplattformen:
1. Beim FIS-Forum “Lost in Social Policy?” in Berlin haben wir mit Vorträgen zur integrierten Sozialplanung und Armutsfolgenprävention zentrale Themen adressiert.
2. Beim K360-Festival “Gemeinsam Kommunen verändern” waren wir mit Workshops und Diskussionen vertreten, um die Zukunft der kommunalen Jugendhilfeplanung und Präventionsnetzwerke zu diskutieren.
Veröffentlichung des Sozialmagazins “Präventionsketten”:
Ein besonderes Highlight war die Herausgabe eines Themenhefts im renommierten Sozialmagazin von Beltz Juventa. Unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg Fischer. und Dr. Heike Schaarschmidt beleuchtet das Heft präventive Ansätze in der Sozialpolitik und gibt praktische sowie wissenschaftliche Impulse. Zum Themenheft.
Austausch und Netzwerken:
Wir haben innovative digitale Formate wie Erfahrungswerkstätten, Kolloquien und Vorträge organisiert, um den Dialog zu fördern und aktuelle Themen zu vertiefen. Thematisch haben wir beispielsweise die Vernetzung regionaler Maßnahmen zur Bindung internationaler Fachkräfte diskutiert. Ein spannendes Highlight war auch das Kolloquium zum Thema “Einsatzmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz in der Sozialberichterstattung”, das Einblicke in zukünftige Potenziale der Digitalisierung gegeben hat.
Ein großer Dank gilt Ihnen allen – unseren Partner*innen und Unterstützer*innen. Sie haben mit Ihrem Engagement dazu beigetragen, dass wir gemeinsam gesellschaftlichen Wandel aktiv mitgestalten konnten. Nun wünschen wir Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr.
Lassen Sie uns auch 2025 an einer lebendigen, inklusiven und demokratischen Gesellschaft arbeiten!
Bildquelle: IKPE e.V.
MEHR LESENFachtag “Armut und demokratische Teilhabe” in Erfurt
Am 13.11.2024 veranstaltete das IKPE in Kooperation mit dem Thüringer Institut für Kindheitspädagogik (ThInKPäd) der Fachhochschule Erfurt, der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen sowie dem Deutschen Kinderschutzbund Landesverband Thüringen die Fachtagung “Armut und Demokratische Teilhabe” in der Fachhochschule Erfurt. Rund 100 Teilnehmer*innen besuchten die Veranstaltung, um sich mit der Thematik der Armut von Kindern, Jugendlichen und Familien und deren Auswirkung auf die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben auseinanderzusetzen.
Die Referent*innen André Knabe vom Rostocker Institut für Sozialforschung und gesellschaftliche Praxis e.V. und Dr. Anja Kerle von der FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences thematisierten, inwiefern Armut demokratische Teilhabe hemmt und was die demokratische Teilhabe von Menschen, die von Armut betroffen sind, stärkt. Dr. Gabriele Weitzmann vom Bayerischer Jugendring stellte im Anschluss die fünf Handlungsfelder für politische Partizipation von Armutsbetroffenen vor. Auf Grundlage dieser Erörterungen konnten sich die Teilnehmenden in dem interaktiven Format des World Cafés mit der Frage befassen, welche konkreten Aufträge sich für die soziale Arbeit ergeben. Das IKPE moderierte hierbei fünf Thementische, die die Teilnehmenden dazu anregten, über Herausforderungen, stärkende Faktoren sowie den Abbau von Barrieren hinsichtlich demokratischer Teilhabe zu reflektieren. Das Themenspektrum umfasste dabei Schwerpunkte wie die politische Lobbyarbeit und die Eröffnung von Artikulationsräumen für Armutsbetroffene, nicht-beschämende Unterstützungsstrukturen, armutssensible Öffentlichkeitsarbeit sowie chancengerechte Bildungsräume. Die Diskussion dieser Themen brachte wertvolle Erkenntnisse darüber hervor, wie sich soziale Arbeit im Sinne ihres inklusiven Auftrags, das heißt der inklusiven Unterstützung und Befähigung aufstellen sollte.
Mit dem Fachtag wurde eine erfolgreiche Dialogplattform eröffnet, die die Frage der Kinder- und Familienarmut in einem breiten gesellschaftlichen Kontext erörterte. Damit war die Veranstaltung auch Ausdruck eines langfristigen gemeinsamen Engagements der Veranstalter*innen für die Rechte von Kindern und eine moderne Kinderpolitik.
Bildquelle: Josefine Strüning / IKPE e.V.
MEHR LESENErgebnisse der Sozialbefragung 2023 im Altenburger Land
Im Jahr 2023 hat das Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V. (IKPE) in Kooperation mit der Stabstelle Strategische Sozialplanung und Integrationsmanagement des Landratsamtes Altenburger Land eine Sozialbefragung im Altenburger Land durchgeführt. Das Landratsamt hat den vollständigen Abschlussbericht der Befragung jetzt unter dem Titel “Ergebnisse aus einer wissenschaftlichen Untersuchung bei der erwachsenen Wohnbevölkerung im Altenburger Land” veröffentlicht. Die Befragung fand vom August bis September 2023 statt und richtete sich an 6000 Bürger*innen ab 18 Jahren mit Hauptwohnsitz im Landkreis. Mit 1620 Personen beteiligte sich fast ein Drittel der Personen an der Befragung. Die Teilnehmenden wurden zu verschiedenen Themenkomplexen befragt, darunter die Sozialstruktur (Wohnen, Alter, Einkommen), Betreuungsmöglichkeiten und Zusammenleben mit Kindern, Freizeitgestaltung, Gesundheitsversorgung, Beteiligungsbereitschaft, ehrenamtliches Engagement, die Nutzung sozialer und Informationsangebote sowie die allgemeine Zufriedenheit im Landkreis. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die Mehrheit der Menschen im Landkreis wohlfühlt und eine starke Verbundenheit mit ihrer Umgebung empfindet. Die Ergebnisse zeigen weiterhin ein hohes ehrenamtliches Engagement sowie das Vorhandensein von Vereinsangeboten und Seniorenbegegnungsstätten, aber auch Defizite hinsichtlich der Kinderbetreuung und Jugendclubs.
Motiviert war die Sozialbefragung in dem Ziel der aktiven Gestaltung und Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen vor Ort. Hierfür ist eine kontinuierliche Beobachtung der sozialen Lebensverhältnisse im Altenburger Land notwendig, um Informationen über strukturelle Herausforderungen und Bedarfslagen der Bevölkerung zu erhalten. Hierbei hat das IKPE mit der Planung, Durchführung und statistischen Auswertung der Befragung aktiv unterstützt.
Das IKPE dankt dem Landratsamt Altenburger Land für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Ergebnisse geben die unmittelbare Lebenssituation und Eindrücke der Bevölkerung vor Ort wieder und bilden daher eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die strategische Sozialplanung und weitere Bereiche der Kreisentwicklung. Auch Landrat Uwe Melzer fasst abschließend zusammen: “Ich danke allen, die sich an der Befragung beteiligt haben. Das ermöglicht es uns, Angebote für die Menschen im Landkreis zukünftig passgenauer und bedürfnisorientierter zu gestalten.”
Den vollständigen Abschlussbericht mit den detaillierten Ergebnissen finden Sie unter folgendem Link.
MEHR LESENFachtag: Wie jede*r zu Wort kommt – Wege zur Gestaltung von niedrigschwelligen Beteiligungsangeboten
Am 11. September 2024 veranstaltete das Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V. einen erfolgreichen Fachtag in der Freien Evangelischen Gemeinde in Erfurt. Unter dem Titel “Wie jede*r zu Wort kommt – Wege zur Gestaltung von niedrigschwelligen Beteiligungsangeboten” versammelten sich rund 80 Teilnehmer*innen, darunter kommunale Planer*innen, Koordinierungsfachkräfte und Interessierte aus verschiedenen Bereichen wie Sozialplanung, Kinder- und Jugendhilfe sowie Bildung und Gesundheit.
Thema des Fachtags: Beteiligung als Schlüssel zur bedarfsgerechten Unterstützung
Der Fachtag setzte sich intensiv mit dem Thema der Beteiligung auseinander. Beteiligung ist ein wachsendes Arbeitsfeld für Kommunen und Landkreise, das umfangreiche Ressourcen, Kompetenzen und organisatorische Fähigkeiten erfordert. Sie ist entscheidend für die Sozialplanung, Prävention und die Arbeit an Querschnittsaufgaben von Politik und Verwaltung. Besonders betont wurde die Notwendigkeit, die Zielgruppen direkt einzubeziehen, um deren Bedarfe zu erkennen und passgenaue Angebote zu entwickeln. Niedrigschwellige Beteiligungsformate wurden als zentrale Methode hervorgehoben, um Zugang zu den Adressat*innen zu finden und bedarfsgerechte, passgenaue Angebote zu gestalten.
Der Tag begann mit zwei inspirierenden Grußworten. Janine Lärz, Referatsleiterin im Thüringer Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Frauen und Familie, und Markus Büchel von der Auridis Stiftung eröffneten die Veranstaltung. Die beiden sich anschließenden Vorträge von Miriam Zeleke und Jens Hoffsommer boten einen fachlichen Rahmen, welche Bedeutung Beteiligungsangebote in der Planung und Gestaltung von Unterstützungsangeboten einnehmen.
“Kinderrechte und Armutsprävention” – Miriam Zeleke
Miriam Zeleke, Landesbeauftragte für Beteiligung und Förderung von Kindern und Jugendlichen im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, legte den Fokus auf die Bedeutung der Kinderrechte und Armutsprävention für Beteiligungsprozesse. Sie betonte, dass Kinder und Jugendliche aktive Gestalter ihrer Zukunft sind und ihre Stimme gehört werden muss. Miriam Zeleke erläuterte, wie wichtig es ist, den Fokus auf die Förder- und Beteiligungsrechte der Kinder und Jugendlichen zu legen, um sie umfassend in gesellschaftliche Prozesse einzubeziehen.
“Niedrigschwellige Beteiligung – Herausforderungen für Kommunen” – Jens Hoffsommer
Jens Hoffsommer von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung beleuchtete die Herausforderungen der niedrigschwelligen Beteiligung für Kommunen. Kommunen stehen vor Besonderheiten, wenn es um langfristige Prozesse und die Einbindung junger Menschen geht. Beteiligung müsse spontan und zugänglich sein, etwa durch Bürgercafés oder Planspiele. Jens Hoffsommer hob hervor, dass es wichtig ist, Beteiligungsprozesse an die Lebenswelten der Zielgruppen anzupassen und „Handlungsmut“ zu zeigen, um auch in schwierigen Situationen Veränderungen zu ermöglichen.
Am Nachmittag des Fachtags standen den Teilnehmer*innen drei Fachforen offen, die tiefgreifende Einblicke in verschiedene praktische Beteiligungsprojekte ermöglichten. Diese Foren boten den Anwesenden die Gelegenheit, von erfahrenen Praxisvertreter*innen direkt zu erfahren, wie Beteiligungsprojekte in der Realität umgesetzt werden. Jede*r Referent*in stellte ihre/seine spezifischen Projekte vor, erläuterte die angewandten Methoden und Strategien und diskutierte die Herausforderungen sowie die Erfolge ihrer Ansätze.
Fachforum 1: Sich-Beteiligen, Mitreden und Mitentscheiden – Möglichkeiten von Beteiligung in der frühen Kindheit” – Jens Hoffsommer
Jens Hoffsommer präsentierte konkrete Methoden zur projektorientierten Beteiligung von Kindern im frühen Alter. Er zeigte auf, wie wichtig es ist, Kinder in den Entdeckungsprozess einzubeziehen und ihre Fragen ernst zu nehmen. Sein Ansatz verdeutlichte, wie frühzeitig und effektiv Kinder an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können.
Fachforum 2: “Gelingendes Aufwachsen in Warstein – Wege zur Beteiligung von Alleinerziehenden” – Andreas Plenge & Stefan Hüttenschmidt
Andreas Plenge und Stefan Hüttenschmidt berichteten über das Projekt “Gelingendes Aufwachsen”, das sich auf die Verbesserung der Situation von Alleinerziehenden konzentriert. Sie erläuterten, wie das Verstehen der Bedürfnisse der Zielgruppe entscheidend für den Erfolg des Projekts war und welche nachhaltigen Ergebnisse durch die enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und dem Jobcenter erzielt werden.
Fachforum 3: “Stadt gestalten mit allen?! Stadtgesellschaft spielend beteiligen. Der Methodenansatz GAMIFICATION” – Anja Fehre
Anja Fehre stellte das Projekt “Stadtmenschen” und den Gamification-Ansatz vor, der durch Belohnungssysteme, Ranglisten und Herausforderungen Bürger spielerisch zur Teilnahme an Entscheidungsprozessen motiviert. Sie erklärte, wie diese Methode genutzt werden kann, um Bürger*innen aktiv in die Gemeindeentwicklung einzubinden und diskutierte die Übertragbarkeit der Ansätze auf andere Kontexte.
Abschlussinputs
Der Fachtag wurde mit zwei Abschlussinputs beendet. Sabrina Pott, Sozialplanerin aus Stuttgart, gab wertvolle Einblicke in die Beteiligungspraktiken ihrer Stadt und ermöglichte einen Perspektivwechsel. Sie betonte die Wichtigkeit der kontinuierlichen Reflexion und Qualitätsentwicklung in Beteiligungsprozessen. In der abschließenden Reflexion des IKPE e.V. fasste Dr. Heike Schaarschmidt zusammen, dass die Lebensweltperspektive der Adressat*innen erforderlich sei und die professionelle Perspektive ergänze. Sie motivierte, die Menschen in ihren Alltagsbezügen aufzusuchen, teilhaben zu lassen und Angebote davon ausgehend zu gestalten. Niedrigschwellige Beteiligung habe sehr viel mit Haltung der Akteur*innen zu tun, was über den gesamten Fachtag immer wieder aufgezeigt wurde.
Wir danken allen Referent*innen und Teilnehmer*innen für die erkenntnisbringende und gelungene Veranstaltung.
MEHR LESEN
Abschluss unserer Zukunftswerkstatt im Landesprogramm “Solidarisches Zusammenleben der Generationen”: Ein großer Schritt für ein solidarisches Thüringen!
Nach vier intensiven Wochen voller inspirierender Diskussionen, kreativer Ideen und konstruktiver Zusammenarbeit sind die Termine unserer gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie veranstalteten Zukunftswerkstatt im Rahmen des Landesprogramms “Solidarisches Zusammenleben der Generationen” erfolgreich abgeschlossen. In den thüringischen Orten Schleiz, Apolda, Bad Salzungen und Sondershausen haben wir gemeinsam mit Planer*innen, Expert*innen und Vertreter*innen von Trägern konkrete Maßnahmen entwickelt, um ein solidarisches Miteinander der Generationen in Thüringen zu fördern.
Das Landesprogramm “Solidarisches Zusammenleben der Generationen” wurde ins Leben gerufen, um auf die veränderten Bedürfnisse von Familien, die sich durch den demografischen und sozialen Wandel ergeben, einzugehen. Ziel des Programms ist es, eine familiengerechte Infrastruktur vor Ort zu schaffen, die die regionalen Besonderheiten berücksichtigt und das gemeinschaftliche Zusammenleben stärkt.
Was haben wir erreicht?
Die Zukunftswerkstatt war ein Ort der Begegnung, an dem Visionen für eine altersgerechte und generationenübergreifende Gesellschaft Gestalt angenommen haben.
Was kommt als nächstes?
Die erarbeiteten Ideen und Konzepte werden nun in die Umsetzung gebracht. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität in Thüringen nachhaltig zu verbessern und ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Menschen aller Altersgruppen zu Hause fühlen.
Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten, die durch ihr Engagement und ihre Expertise dazu beigetragen haben, dass dieses Programm ein Erfolg wird. Wir freuen uns darauf, im nächsten Schritt, gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, einen Bericht zu den Zukunftswerkstätten zu erstellen, der in die zukünftige Aufstellung des Landesprogramms einfließen wird. Wir machen Thüringen noch lebenswerter.
MEHR LESENVeröffentlichung des Sozialmagazins Präventionsketten
Die aktuelle Ausgabe des Sozialmagazins mit dem Schwerpunkt Präventionsketten ist im sozialwissenschaftlichen Fachverlag Beltz Juventa der Verlagsgruppe Beltz erschienen. Das Themenheft wurde von Herr Prof. Dr. Jörg Fischer und Frau Dr. Heike Schaarschmidt vom Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V. herausgegeben. Das Sozialmagazin ist eine Zeitschrift für sozialpolitische Themen mit Anregungen und Antworten aus Praxis und Wissenschaft.
Präventionsketten sind systematisch vernetzte Maßnahmen und Angebote, die darauf abzielen, frühzeitig und ressourcenorientiert soziale Probleme zu adressieren, Risiken zu identifizieren und präventiv zu begegnen. Das Themenheft bereitet den aktuellen Wissensstand basierend auf Erfahrungen aus mehreren Bundesländern sowie bundesweiten Aktivitäten auf. Es hinterfragt den Status quo kritisch, zeigt neue Tendenzen auf und lädt zum Ausprobieren ein. Die Beiträge reichen von ersten kommunalen Schritten bis hin zu Erkenntnissen erfahrener Akteur*innen, wissenschaftlichen Analysen und politischer Einordnung. Mit der thematischen Auswahl wird ein breites Spektrum an Zugängen und Fragestellungen abgedeckt, um Weiterdenken und Selbstvergewisserung in Ausbildung, Praxis und Wissenschaft zu fördern.
Herzlichen Dank an alle, die an der Entstehung dieses Heftes mitgewirkt haben, darunter auch Dr. Stefan Huber, Andreas Blume-Strotzer und Julia Bäring vom IKPE. Die Beiträge in diesem Themenheft geben einen ersten Einblick in die fachliche Diskussion. Wenn Sie Interesse an dem Themenheft haben, können Sie es über den folgenden Link erwerben. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der erkenntnisreichen Lektüre und stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung.
Bild-Quelle: Verlagsgruppe Beltz
MEHR LESENDokumentation des Foresight-Workshops zur Jugendhilfeplanung beim K360-Festival
Vom 12. Bis 14. Juni fand in Berlin unter dem Motto „Gemeinsam Kommunen verändern“ das K360-Festival der Initiative Kommune 360 Grad statt. Das Team vom IKPE hat sich an dem Festival unter anderem mit einem Foresight-Workshop zu der Thematik „Wie sieht die Zukunft kommunaler Jugendhilfeplanung aus?“ beteiligt. Weil sich die Ausgangsbedingungen stetig verändern, muss sich Sozialplanung immer wieder anpassen. Das Festival und der Workshop boten eine sehr gute Gelegenheit zur Reflektion der bisherigen Arbeit.
Unter Leitung von Frau Professor Dr. Hilse-Carstensen und Herr Dr. Huber haben die Teilnehmer*innen des zweitägigen Workshops einen Blick in die nicht allzu ferne Zukunft gewagt, nämlich ins Jahr 2035. Im Workshop wurden zu Beginn Trends diskutiert, die in der Jugendhilfeplanung und in anderen Planungsbereichen an Einfluss gewinnen werden. Aus diesen Trends sind dann mögliche positive und negative Szenarien abgeleitet und in der Gruppe präsentiert worden, sodass alle einen Eindruck von den möglichen Entwicklungen gewonnen haben. Die Kreativität der Teilnehmer*innen zeigte sich in den Ergebnissen wie beispielsweise Jobbeschreibungen im TikTok-Format oder der Entwicklung eines Songs. Einer der identifizierten Trends – Künstliche Intelligenz – wurde auch gleich zur Unterstützung beim kreativen Prozess genutzt. Hier sehen wir, dass wir die neue Technik für uns nutzen können. Ganz im Sinne der Foresight-Methode wurden die positiven Aspekte des Trends gefördert und negative Auswirkungen durch die Entwicklung konkreter Handlungsoptionen vermieden.
Die Dokumentation zum Ablauf und zu den Ergebnissen des Foresight-Workshops finden Sie unter folgendem Link.
MEHR LESENDeutscher Kinder- und Jugendhilfetag – Weil es ums Ganze geht: Demokratie durch Teilhabe verwirklichen!
Wir sind dabei – beim größten Jugendhilfegipfel in Europa: Vom 13. bis 15. Mai 2025 findet unter dem Motto “Weil es ums Ganze geht: Demokratie durch Teilhabe verwirklichen!” der 18. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag in Leipzig statt. Bestehend aus Fachmesse und Fachkongress vereint die Veranstaltung Aussteller*innen und Teilnehmer*innen aus allen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe in insgesamt 250 Vorträgen, Panels, Workshops und Projektpräsentationen. Der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag wird durch die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe veranstaltet, die als Netzwerk und Forum für über 100 überregional und bundesweit tätige Institutionen fungiert.
Auch das IKPE beteiligt sich am Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag. Wir sind sowohl mit einem Messestand auf der Fachmesse vertreten als auch bereichern wir den Fachkongress in Kooperation mit dem Deutsches Jugendinstitut (DJI) e.V. mit zwei Panels zu folgenden Thematiken: Panel 1 “Zwischen Rückbau, Konsolidierung und Neuorientierung. Wie geht es weiter mit den Frühe Hilfen?” beschäftigt sich mit den veränderten Rahmenbedingungen und Anforderungen der Frühe Hilfen; und Panel 2 “Kinderchancen gemeinsam gestalten! Rahmenbedingungen nachhaltiger Armuts(folgen)prävention von Bund, Ländern und Kommunen” fokussiert die Diskussion einer integrierten Strategie gegen Kinderarmut mit fachpolitischen Akteur*innen und Wissenschaftler*innen.
Wir freuen uns schon jetzt auf den gemeinsamen Austausch mit den Teilnehmer*innen und Messebesucher*innen sowie die vielfältigen inhaltlichen Impulse.
Grafik-Quelle: https://lnkd.in/eiwEftAm
MEHR LESENDas IKPE-Team beim K360-Festival in Berlin
Unter dem Motto „Gemeinsam Kommunen verändern“ findet vom 12. bis 14. Juni in Berlin das K360-Festival der Initiative Kommune 360 Grad statt. An dem Festival nehmen über 200 Planungs- und Führungskräfte aus Kommunalverwaltungen aus ganz Deutschland teil. Ziel der Veranstaltung ist die Weiterentwicklung integrierter Planung und Steuerung für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen.
Das IKPE beteiligt sich am Festival: Unter der Leitung von Professor Dr. Theresa Hilse-Carstensen von der Internationalen Hochschule Erfurt und Dr. Stefan Huber vom IKPE wird der Workshop mit der Thematik „Wie sieht die Zukunft kommunaler Jugendhilfeplanung aus?“ durchgeführt. Gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmern entwickeln wir im Rahmen eines Foresight-Prozesses konkrete Handlungsoptionen und identifizieren Innovationspotenziale hinsichtlich der zukünftigen kommunalen Jugendhilfeplanung.
Auch das Team der Thüringer Präventionsketten, Heike Schaarschmidt, Julia Bäring und Andreas Blume-Strotzer geht mit den Festivalteilnehmern in den Diskurs: Gemeinsam wird das Verständnis von Präventionsketten und Präventionsnetzwerken in Landkreisen und kreisfreien Städten erörtert.
Darüber hinaus freut sich das Team vom IKPE auf einen fundierten Austausch und Dialog mit den Festivalteilnehmern sowie neue Perspektiven aus den zahlreichen Vorträgen, Workshops und Praxisbeispielen.
MEHR LESENMitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe
Am 15. Mai 2024 fand die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe in Leipzig statt, bei der über die Mitgliedschaft des Instituts für Kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) beraten und abgestimmt wurde. Wir freuen uns sehr, dass der Antrag auf Mitgliedschaft des IKPE mit breiter Zustimmung angenommen wurde!
Diese Entscheidung stellt einen wichtigen Meilenstein für das IKPE dar und eröffnet neue Möglichkeiten für eine intensivere Zusammenarbeit im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Mit vereinten Kräften können wir nun noch effektiver an unseren gemeinsamen Zielen arbeiten und die Qualität der Unterstützung für Kinder, Jugendliche und Familien weiter verbessern.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und Mitglieder, die zu dieser positiven Entscheidung beigetragen haben. Wir blicken mit Zuversicht und Vorfreude auf die zukünftige Zusammenarbeit und die spannenden Projekte, die vor uns liegen.
Foto: @ikpe
MEHR LESENBeiratssitzung “Thüringer Präventionsketten”
Am 22. März 2024 fand die turnusmäßige Sitzung des Beirats des Programms “Thüringer Präventionsketten” am Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) in Erfurt statt. Neben den Beiratsmitgliedern waren Dr. Stefanie Hammer aus dem Thüringer Sozialministerium (TMASGFF), Referat 25 Familien- und Seniorenpolitik, sowie aus dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) Ronny Fritzlar, Referat 42 Jugendpolitik, zu Gast. Beide bereicherten den konstruktiven Austausch.
Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen zur Präventionspolitik in den Fachgebieten der Beiratsmitglieder. Aufgrund von personellen Veränderungen bestehen derzeit Umbruchs- und Findungsphasen, die inhaltlich neu definiert werden müssen. Zugleich wurde herausgearbeitet, dass an der Basis in den Kommunen das Verständnis für Zusammenarbeit im präventiv-planerischen Bereich vorhanden sei. Für die Umsetzung von Präventionsnetzwerken indes stehen greifbare Bilder und Umsetzungsvisionen noch aus. Der Beirat wird sich künftig damit stärker auseinandersetzen.
Der Beirat Programm “Thüringer Präventionsketten”.
Im Bild (v.l.n.r.): Sören Scholz (IKPE), Marc von Krosigk (Auridis), Yvonne Hoyer-Bachmann (Jugendamt Jena), Dr. Heike Schaarschmidt (IKPE), Denis Heymann (TMASGFF), Uta Maercker (AGENTHUR), Markus Büchel (Auridis), Dr. Stefanie Hammer als Gast der Beiratssitzung (TMASGFF), Sarah Koch (TMASGFF), Prof. Dr. Jörg Fischer (IKPE)
Foto: @ikpe
Mehr dazu auf www.thueringer-praeventionsketten.de
MEHR LESENNEU! IKPE in den Social Media auf Facebook und LinkedIn
Das IKPE ist seit März 2024 auf Facebook und Linkedin mit neuesten Informationen rund um das Institut für kommunale Planung und Entwicklung. Dort wird über aktuelle Veranstaltungen informiert und über Wissenswertes aus dem Bereich Sozialwissenschaft berichtet. Es gibt Einblicke in die Arbeit des Instituts, die damit verbundenen Projekte. Die Zusammenarbeit mit Thüringer Kommunen und den Aktivitäten vor Ort in den Städten und Landkreisen des Freistaats sind ebenfalls Highlights des Social-Media-Auftritts des IKPE. Mehr dazu auf Facebook und LinkedIn. Bitte folgen und vernetzen.
MEHR LESENIKPE mit Workshop beim Festival Kommune 360° in Berlin
Erfurt/20.03.2024.
Vom 12. bis 14. Juni 2024 findet das K360-Festival 2024 in Berlin statt. Der Workshop „Zukunftsbilder kommunaler Jugendhilfeplanung“ von Prof. Dr. Theresa Hilse-Carstensen und Dr. Stefan Huber (IKPE) wird Teil des Festivalprogramms sein. Mehr dazu im aktuellen Newsletter von Kommune 360°. Insgesamt wird das IKPE mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Projekten sowie dem Programm “Thüringer Praeventionsketten” vor Ort sein. Ebenso nehmen Vertreter*innen aus den beteiligten “Programm-Kommunen” aus Thüringen teil.
Dort finden Sie auch ein Interview mit Prof. Dr. Hilse-Carstensen. Im Intro dazu heißt es: “Theresa Hilse-Carstensen ist Professorin für Soziale Arbeit an der IU Internationalen Hochschule Erfurt. Zuvor arbeitete sie als stellvertretende Leitung am Institut für kommunale Planung und Entwicklung e. V. (IKPE).
Prof. Dr. Hilse-Carstensen beschäftigt sich u. a. mit der Frage, wie Organisationen lernen und wie soziale Dienstleistungen vor dem Hintergrund vielfacher Transformationsprozesse (weiter-)entwickelt werden können. Einen Schwerpunkt legt sie dabei auf kommunale Familienpolitik und soziale Infrastrukturen im ländlichen Raum. Zum Interview
IKPE beim Fachtag Wohnungslosigkeit des Thüringer Sozialministeriums
Erfurt/22.02.2024.
Die zweite Runde zum Thema “Wohnungslosigkeit in Thüringen” fand am 22. Februar 2024 im Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie statt. Angemeldet hatten sich Interessierte, die in verschiedenen Bereichen am Abbau von Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit in Thüringen arbeiten, dies waren Vertreter*innen aus den Ordnungsämtern und Sozialämtern, Jobcentern, Wohnungsunternehmen, Angeboten der Wohnungslosenhilfe und weiteren sozialen Projekten. Auch das Institut für kommunale Planung und Entwicklung war mit einer Präsentation zum Thema „Zielformulierung“ vor dem Hintergrund der gemeinsamen Arbeit am Thüringer Strategiepapier gegen Wohnungslosigkeit vertreten und brachte sich inhaltlich konkret zur neuen Strategie gegen Wohnungslosigkeit ein.
Ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückten zum Fachtag die Zielsetzung und Priorisierung sowie die Ableitung von Maßnahmen, Festlegung von Verantwortlichkeiten und Priorisierung der Maßnahmen für die Umsetzung in Thüringen, die in den Bausteinen für eine Thüringer Strategie gegen Wohnungslosigkeit in Thüringen als Ergebnis des Fachtags am 19.06.2023 zusammengefasst wurden. Zudem plant das Thüringer Sozialministerium parallel mit Betroffenen ins Gespräch kommen, um auch diese wichtigen Perspektiven in die Strategie einfließen zu lassen. Dazu soll es moderierte Beteiligungsformate unter Mitwirkung der Betroffenen und des Hilfesystems geben. „Dies bedeutet auch, dass den wohnbegleitenden Hilfen, der Präventionsarbeit und der dauerhaften Wohnversorgung mehr Raum und mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden soll, damit weniger Menschen in einen akuten Wohnungsnotfall geraten. Damit könnten sich langfristig die Unterbringung und die Hilfen für aktuell Wohnungslose verringern“, heißt es konkret in dem erarbeiteten Papier.
Das IKPE war und ist an der Gestaltung des Strategiepapiers gegen Wohnungslosigkeit aktiv beteiligt. In seiner Präsentation ging Dr. Gernot Herzer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IKPE, auf Fragen der Zielformulierung für das Strategiepapier ein, wie z.B. die Zielpyramide, mit den verschiedenen Arten von Zielen sowie auf die Kriterien zur Formulierung von operativen Zielen, bzw. Handlungszielen, welche die Grundlage für einen an den Strategieplan anschließenden Maßnahmeplan bilden.
Die Ergebnisse des Fachtags werden auf der Website des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) veröffentlicht. Wie bereits in der ersten Phase zum Auftakt 2023 besteht damit erneut die Möglichkeit zu einer Stellungnahme der Beteiligten und Stakeholder. In einem nächsten Schritt müssen die Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten der geplanten Aktivitäten zum Abbau und zur Vermeidung bzw. Begleitung der Wohnungslosigkeit vorgenommen und konkrete Maßnahmen abgeleitet werden.
Ein weiterer fachlicher Austausch ist am 12. April 2024 in Erfurt vorgesehen.
MEHR LESENIKPE begleitet den Erarbeitungsprozess der Thüringer Strategie gegen Wohnungslosigkeit
Erfurt, 05.02.2024
Im Rahmen der Erarbeitung einer „Thüringer Strategie gegen Wohnungslosigkeit“ hatte das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) dazu aufgerufen, bis Mitte November 2023 Hinweise und Ergänzungen zum ersten Entwurf einzureichen.
Im nächsten Schritt werden die Ziele sowie erste Maßnahmen (Kapitel 6 und 7 des Entwurfs) erarbeitet. Das IKPE-Team des Projekts „Prozessbegleitung von Kommunen bei der Entwicklung und Umsetzung lokaler Sozialstrategien“ wird die Veranstaltung am 22. Februar 2024 moderierend begleiten.
Weitere Informationen, das Anmeldeformular sowie den Entwurf der Strategie finden Sie auf der Website des TMASGFF unter: https://www.tmasgff.de/wohnungslosigkeit
MEHR LESENDas Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V. unterstützt die Initiative “Weltoffenes Thüringen” – #thueringenweltoffen
Als Teil des Bündnisses aus Einzelpersonen, Vereinen, Organisationen, Verbänden und Unternehmen setzen wir uns für ein weltoffenes und vielfältiges Thüringen ein. Diese positiven Werte sollen in dem gesamten Freistaat sichtbar werden. Wir unterstützen die Grundsätze der Initiative, damit Thüringen ein Ort der Offenheit, Vielfalt und Toleranz bleibt:
>> Wir treten ein für ein weltoffenes und vielfältiges Thüringen.
>> Wir stehen ein für die Achtung der Menschenwürde und der unteilbaren Menschenrechte– dies auch mit Blick auf die historische Verantwortung Deutschlands, insbesondere für die Verbrechen zur Zeit des Nationalsozialismus.
>> Wir setzen uns ein für plurale Demokratie und Rechtsstaatlichkeit– auch als Lehre aus den Erfahrungen zweier unterschiedlicher Diktaturen in Deutschland.
>> Wir möchten ein Land, in dem Menschen in ihrer Verschiedenheit akzeptiert und willkommen sind.
>> Wir wünschen uns einen friedlichen und respektvollen Umgang Vorurteile, Ausgrenzung und Hass haben in einem weltoffenen und vielfältigen Thüringen keinen Platz.
>> Wir treten ein für die Idee der Europäischen Einigung. Sie steht für Frieden, Solidarität und Wohlstand. Davon profitiert Thüringen in besonderem Maße.
Weitere Informationen und Beteiligen
Die weiteren Unterstützer*innen und mehr Informationen finden Sie auf der Website „Weltoffenes Thüringen“ oder unter #thueringenweltoffen auf Social Media-Kanälen.
MEHR LESENFachtag „Wirkungsorientiertes Planen und Handeln – von der Theorie zur Praxis“
Das IKPE hat den Jahresstart 2024 gemeinsam mit vielen kommunalen Vertreterinnen und Vertretern gestaltet: Am 10. Januar 2024 luden wir alle Thüringer Kommunen zu unserem Fachtag „Wirkungsorientiertes Planen und Handeln – von der Theorie zur Praxis“ in den Räumen des Augustinerklosters in Erfurt ein. Der Fachtag der beiden Programme „Thüringer Präventionsketten“ und „Kommunale Sozialstrategien“ griff damit einen fachlichen Anspruch auf, der in der Debatte über Wirkung und wirkungsorientierte Arbeitsweisen in den Arbeitsfeldern von Kommunen zu Präventionsangeboten und sozialer Inklusion immer stärker an Relevanz gewinnt. Ziel war es, sich dem Konzept der Wirkungsorientierung aus verschiedenen Richtungen anzunähern und mit Blick auf die eigenen kommunalen Arbeitszusammenhänge zu diskutieren.
Nach den Grußworten von Prof. Dr. Jörg Fischer (IKPE) und Marc von Krosigk (Auridis Stiftung) führte Dr. Heike Schaarschmidt (IKPE) durch den Tag. Sie richtete die Frage auch gleich an alle Anwesenden: „Wirkungsorientiertes Planen und Arbeiten ist für mich…?“. Die Antworten offenbarten fachliche Ansprüche wie Beteiligung, Zielorientierung und Bedarfsorientierung.

Ergebnis zur einleitenden Mentimeterfrage „Wirkungsorientiertes Planen und Arbeiten ist für mich…?“
Sebastian Ottmann (Kompetenzzentrum Wirkungsorientierung in der Sozialen Arbeit, Evangelische Hochschule Nürnberg) bot mit dem ersten Impulsvortrag aus wissenschaftlicher Perspektive eine fachliche Hinführung zum Thema „Wirkungsorientierung umsetzen“ an und Antworten auf die Frage, was er unter Wirkungsorientierung versteht, verknüpft mit Erfahrungen aus seiner Praxisforschung. Im Anschluss boten Dagmar Lettner (MitWirkung – Perspektiven für Familien, Fachliche Prozessbegleitung der Stadtbezirke in Berlin) und Monika Hahn (Präventionskettenkoordinierende des Kreises Lippe) Einblicke in ihre kommunalen Erfahrungen im Umgang mit Wirkung und integrierter Strategieentwicklung. Mittags gesellte sich Ministerin Heike Werner unter die Teilnehmenden. Nach ihrem Grußwort folgten drei Fachforen zu den Themen „Wirksamkeitsdialog in der Praxis“, „Wirkungsorientierte Zielentwicklung – Teilschritt zur Gesamtstrategie“ und „Kleine Brötchen backen. Erste Schritte zur wirkungsorientierten Strategie“; sie ermöglichten den direkten Austausch der Teilnehmenden.
Die Impulse des Tages eröffneten Raum und Anregungen für die Annäherung an die Kernfrage, „Wissen wir eigentlich, ob das was wir planen und anbieten, wirklich gebraucht wird?“ oder wie Dagmar Lettner es formulierte „Wirkts schon?“. Ministerin Heike Werner sprach dieser Reflexion ihre Wertschätzung aus, indem sie betonte, es braucht Mut, sich selber zu hinterfragen, und sprach ihren Respekt den teilnehmenden Sozialplaner*innen, Koordinierenden aus den Präventionsketten, Frühen Hilfen, Gesundheitsförderung und Integrationsmanagement aus. Das große Interesse an der Tagung zeigte auch die Veränderungsbereitschaft in den Kommunen.
Am Ende der Veranstaltung zeigte der Blick auf die abschließende Frage, „Was nehmen Sie für Ihr praktisches Handeln mit?“ eine Perspektivenerweiterung, indem Wirkungsorientierung mit Kommunikation, Vernetzung und Kooperation, gemeinsamen Handeln und Austausch verknüpft wird, und insbesondere die „Kleinen Brötchen“ als Mut für erste Schritte in „kleinen Bereichen“ mitgenommen wurden. In den Antworten spiegelt sich u.a. die Erkenntnis wieder, dass Wirkungsorientierung viel mehr als die reine Wirkungsanalyse und Wirkungsmessung ist, es ist eine fachliche Perspektive, eine Haltung für eine systematische Herangehensweise, wie Angebote für Kinder und Familien geplant und umgesetzt werden können.

Ergebnis Mentimeterfrage 2 -“Was nehmen Sie für Ihr praktisches Handeln mit….”
Wir möchten uns herzlich bei allen für Ihre Teilnahme bedanken und bieten all jenen, denen es nicht möglich war, einige Impressionen des Tages an. Ein besonderer Dank gilt ebenso den Referentinnen und Referenten, die durch ihre Beiträge unseren Blick für wirkungsorientiertes Planen und Handeln geschärft und uns wertvolle Inspirationen für die eigene Arbeit gegeben haben.
Die Beiträge der Referentinnen und Referenten werden in Kürze online verfügbar sein.
Wir wünschen Ihnen einen wirksamen Start ins neue Jahr!
MEHR LESENFaktoren erfolgreicher Netzwerkarbeit – Praxisbeitrag von Prof. Dr. Fischer auf dem Portal des Deutschlandstipendiums
Wie können Netzwerke so gestaltet werden, dass sie langfristig erfolgreich sind? Prof. Dr. Jörg Fischer, Institutsleiter des IKPE, erläutert in seinem Beitrag in der Rubrik “Hochschulen – aus der Praxis” vier entscheidende Faktoren von „A“ bis „Z“. Um das volle Potenzial des vernetzten Denkens und Handelns zu entfalten, ziehen in erfolgreichen Netzwerken alle an einem Strang, schaffen eine gemeinsame Vertrauenskultur, formulieren ehrgeizige und erreichbare Ziele und pflegen eine effektive Kommunikation.
Lesen Sie den kompletten Beitrag unter:
MEHR LESEN
Fachtag “Teilhabe vor Ort – kommunale Wege zur Inklusion” – Rückblick und Ergebnisse
Gemeinsame Pressemitteilung von TLMB und IKPE
Erfurt, 13.11.2023
“Barrierefreiheit schafft Teilhabe in allen Lebenssituationen”. Dieses Zitat von Joachim Leibiger, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen in Thüringen (TLMB), zog sich wie ein roter Faden durch den Fachtag, den der TLMB in Kooperation mit dem Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) am 06. November 2023 veranstaltete. Mehr als 100 Teilnehmende aus Kommunen, Fachgremien, Verbänden und Vereinen sowie aus der Politik folgten der Einladung nach Erfurt, um gemeinsam zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und Standpunkte deutlich zu machen.
Die kommunalen Maßnahmenpläne zur Inklusion in allen Thüringer Kommunen umzusetzen, sei die wichtigste Aufgabe für die Landkreise und kreisfreien Städte des Freistaats. So werde Teilhabe vor Ort für die Menschen tatsächlich ermöglicht, sagte Joachim Leibiger zum Auftakt des Fachtags. Damit werde die UN-Behindertenrechtskonvention mit Leben erfüllt.
Die Grußworte zum Fachtag verdeutlichten die kommunale Perspektive zu dem Thema. So schilderte der Oberbürgermeister der Stadt Jena Dr. Thomas Nitzsche, dass die Stadt seit Jahren bereits einen kommunalen Maßnahmenplan habe und dieser regelmäßig fortgeschrieben werde. Dabei gehe es speziell darum, was konkret vor Ort für die Betroffenen getan und verbessert werden könne. Reinhard Krebs, Landrat im Wartburgkreis stellte fest, dass Inklusion zum Leben dazugehöre und das Thema mittlerweile einen Status erreicht habe, “der uns in den Kommunen beschäftigt und auch fordert”. Mit der Erstellung des Aktionsplans bis Ende 2023 habe der Landkreis Weimarer Land ein klares Bekenntnis zur Inklusion, für gleiche Chancen und Rechte für Menschen mit Behinderung abgegeben, sagte Landrätin Christiane Schmidt-Rose in ihrem Statement. Sie dankte in diesem Zusammenhang allen Beteiligten und Interessenvertretungen, die daran mitgewirkt haben.
Für Mitgastgeber Prof. Dr. Jörg Fischer, Institutsleiter des IKPE, ermöglicht “Teilhabe eine Inklusion für alle”. In seinem Vortrag ging er darauf ein, dass Inklusion durch viele kleinen Dinge gelebt werden könne. Für die Kommunen müsse mit dem Maßnahmenplan kein zusätzliches Instrument erarbeitet werden, im Rahmen kommunaler Sozialstrategien lasse sich Beides verknüpfen. Ein wichtiger Punkt sei für ihn der Blick auf die Ressourcen von Menschen, die von sozialer Exklusion bedroht sind. Die Beteiligung dieser Gruppen an Planungsprozessen rege einen Perspektivwechsel an, der dabei helfe, die mehrfach angesprochenen “Barrieren im Kopf” im Umgang miteinander abzubauen.
Ein Blick in die Praxis bot eine sich anschließende Gesprächsrunde zur “Inklusion im Alltag”, in der drei Beispiele gelungener Inklusion vorgestellt wurden. Dazu gehörte die Ankerstein GmbH Rudolstadt-Schwarza, der KiEZ Ferienpark Feuerkuppe e. V. Sondershausen und das Johannes-Landenberger-Förderzentrum Weimar. Ein weiterer Schwerpunkt des Programms waren drei Workshops, in denen es um “Ressourcenorientierte Leitideen für mehr Teilhabe vor Ort”, “Kommunale Wege zum Maßnahmenplan” und “Inklusion konkret und vor Ort” ging.
Mit dem Impulsvortrag „Thüringer Maßnahmenplan 2.0“ hat Daniel Eberhardt, Referent am Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie die zentralen Erfolgsfaktoren aber auch vielseitige praxisbezogene Anregungen für das Gelingen in der Umsetzung vorgestellt.
In einem politischen Podium, das von Prof. Dr. Fischer geleitet wurde, diskutierten Joachim Leibiger (TLMB), Karola Stange (DIE LINKE), Beate Meißner (CDU) und Denny Möller (SPD) zu aktuellen Themen und Herausforderungen kommunaler Inklusion unter Einbeziehung der Teilnehmenden am Fachtag mit teils leidenschaftlichen Fragestellungen und Standpunkten aus dem persönlichen Alltag.
“Die Inklusion ist ein Teil der Demokratie. Und die Weiterentwicklung der Inklusion ist gelebte Demokratie”, sagte Joachim Leibiger zum Abschluss der Veranstaltung. Zudem gab er den Kommunen mit auf den Weg, aktiv an den Maßnahmenplänen zur Inklusion weiterzuarbeiten.
Zur kulturellen Umrahmung gehörte eine Ausstellung des Saale-Betreuungswerks der Lebenshilfe Jena e. V. Projektleiterin Siiri Frank-Bößneck stellte die Arbeiten und das Projekt vor, das unter dem Titel der Wanderausstellung “Kunst macht sICHtbar” Werke behinderter Menschen zeigt.
v.l.n.r.: Beate Meißner (CDU), Denny Möller (SPD), Karola Stange (DIE LINKE), Joachim Leibiger (TLMB), Moderation und Leitung Prof. Dr. Jörg Fischer, Institutsleitung IKPE (Foto IKPE)
Der Fachtag wurde als eine Kooperationsveranstaltung des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen (TLMB) und des Instituts für kommunale Planung und Entwicklung e.V. – An-Institut der FH Erfurt durchgeführt.
Weitere Informationen finden Sie im Volltext der Pressemitteilung
MEHR LESEN
Sozialplanung im internationalen Kontext – 21. ESPAnet-Tagung in Warschau
Erfurt, 15.09.2023
Die Ergebnisse der vom IKPE durchgeführten Untersuchung zu den Lerneffekten von Planungsfachkräften während und nach der Pandemie stellte Prof. Dr. Jörg Fischer am 7. September 2023 auf der 21. ESPAnet-Tagung in Warschau/Polen vor.
In dem Panel zum Verhältnis von Sozialer Arbeit und Sozialpolitik diskutierten Teilnehmende aus vielen Ländern den Vortrag „The Pandemic as an Opportunity for Further Development: German Social Planning in Times of Crisis”. In einer gemeinsamen Idee mit Prof. Corey Shdaimah von der University of Maryland/USA und Prof. Dassi Postan-Aizik vom Max Stern Yezreel Valley College/Israel konnten die Auswirkungen der Pandemie auf Professionalisierungsansätze in der Sozialen Arbeit aufgezeigt werden. Am Beispiel der Sozialplanung in Deutschland wurde deutlich, welche beruflichen Chancen und Risiken mit der Entwicklung kommunaler Planung verbunden sind.
MEHR LESENPressemitteilung, 13.09.2023
Kommunen unterstützen auf dem Weg zu mehr Teilhabechancen.
Das IKPE nimmt die Arbeit an der Prozessbegleitung von Kommunen bei der Entwicklung und Umsetzung von lokalen und regionalen sozialen Strategien auf.
Das Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) freut sich mitteilen zu können, den Zuschlag für die Begleitung der Thüringer Gebietskörperschaften im Rahmen der Sozialstrategierichtlinie, gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus, erhalten zu haben. Aufbauend auf den langjährigen Erfahrungen in der Begleitung und Beratung bei der Erstellung von lokalen Armutspräventionsstrategien und Integrationskonzepten wird der Schwerpunkt der kommunalen Prozessbegleitung bis Ende 2025 auf der aktiven Inklusion und der Ermöglichung gesellschaftlicher Teilhabe liegen.
Das IKPE unterstützt die kommunale Sozialplanung durch seine einzigartige Struktur aus wissenschaftlicher Einbindung, strategischem Landesbezug und dauerhafter Verankerung in den Kommunen. Eine Aufgabe ist es, innovative und lokalspezifische Antworten auf vielfältige Herausforderungen zu finden. Zentrale Stichworte sind die Veränderungen durch den demografischen Wandel oder der Fach- und Arbeitskräftemangel, deren Auswirkungen für Thüringer Gebietskörperschaften bereits heute deutlich spürbar sind.
Um u.a. auf diese gesellschaftlichen Veränderungen und lokalen Bedarfe zu reagieren, werden im Rahmen der Sozialstrategierichtlinie integrierte, kommunale Strategien in einem dialogischen Prozess weiterentwickelt.
Auf diese hohen kommunalen Anforderungen geht das Team des IKPE im Rahmen der wissenschaftlichen Prozessbegleitung ein. Beratungs-, Vernetzungs- und Qualifizierungsangebote werden individuell abgestimmt und initiiert. Das IKPE versteht sich in diesem Prozess als Dialogpartner*in und Impulsgeber*in insbesondere bei Themen der sozialen Inklusion, der Zielgruppenbeteiligung und der Wirkungsorientierung.
Als Team für die Prozessbegleitung stehen neben dem Projektleiter Dr. Stefan Huber (Bild Mitte) zur Verfügung: (v.l.n.r.) Josefine Strüning, Dr. Gernot Herzer, Dr. Theresa Hilse-Carstensen, Dr. Rainer Vock.
Weitere Informationen finden Sie im Volltext der Pressemitteilung vom 13.09.2023
Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus.
Ihr Ansprechpartner:
Dr. Stefan Huber
Telefon: 0361 30257-602
E-Mail: stefan.huber(at)ikpe-erfurt.de
Neu: Publikationen des IKPE zu Ansätzen kommunaler Armutsprävention
Handbuch zur kommunalen Planung auf “socialnet.” rezensiert
„Das Handbuch zur kommunalen Planung und Steuerung stellt ein empfehlenswertes Instrument dar, um ein umfassendes Verständnis für die Planung und Steuerung auf lokaler Ebene zu erlangen und die Entwicklung innovativer Ansätze zu fördern“, schreibt Prof. Dr. Christian Schröder, Fakultät für Sozialwissenschaften an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, im Fazit seiner Rezension auf socialnet.de. Zuvor bespricht er das Buch ausführlich hinsichtlich seiner Thematik, Aufbau und Inhalt. Intensiv beleuchtet Prof. Dr. Schröder die beiden Teile des Handbuchs “Steuerung und Planung verstehen – Begriffe, Konzepte, Zugänge” und “Planung und Gestaltung gemeinsam denken” und geht dabei sehr konkret auf einzelne Beiträge ein.
Im Abschnitt “Diskussion” resümiert der Autor, dass das Handbuch “einen wertvollen Beitrag zur aktuellen Diskussion und Weiterentwicklung des Themas” biete und hebt hervor, dass die “inspirierenden Diskussionen und Reflexionen der Herausgeber*innen, (…) einen Blick in die Zukunft werfen und potenzielle Möglichkeiten für eine nachhaltige und effektive kommunale Daseinsvorsorge aufzeigen.”
Zur Rezension

Zur Veröffentlichung des Handbuches im Herbst 2022 (v.l.n.r.): Prof. Dr. Jörg Fischer, Dr. Theresa Hilse-Carstensen und Dr. Stefan Huber.
Foto: @IKPE/Archiv
MEHR LESEN
Neue Ausgabe des IKPE-Newsletters ist online verfügbar
Erfurt/Juli 2023.
Die Sommerausgabe des IKPE-Newsletters kommt mit vielen interessanten Themen. Wir berichten über den Projektstart im Landkreis Altenburger Land zur “Sozialbefragung 2023”, stellen die Angebote des IKPE für Kommunen zusammengefasst vor und waren mit der Rubrik “IKPE vor Ort” zur Auftaktveranstaltung “Thüringer Präventionsketten” im Landkreis Sömmerda.
Ein besonderes Highlight der neuen Ausgabe ist das Interview zum Fachtag “Wohnungslosigkeit in Thüringen” mit Claudia Michelfeit, Leiterin der strategischen Planung im Referat M 2 “Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Grundsatzfragen, strategische Planung” im Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie.
In den “Blitzlichtern” gibt es Neues aus der Institutsarbeit und zwei Buchempfehlungen (nicht nur) für die Sommer- und Ferienzeit vom IKPE-Team. Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall.
Sie haben den Newsletter des IKPE noch nicht abonniert? Hier geht es zur Anmeldung.
MEHR LESEN
Fachtag Wirkungsorientierung in der kommunalen Praxis
Erfurt/20.06.2023.
Die Wirkungsorientierung in kommunalen Netzwerken und damit in der Praxis stand im Zentrum eines Fachtags des IKPE am 20. Juni 2023 in Erfurt. Eingeladen waren Sozialplaner*innen sowie die Koordinatorinnen der drei Thüringer Kommunen (Jena, Saale-Orla-Kreis, Schmalkalden-Meiningen), die bereits seit Jahresbeginn am Programm “Thüringer Präventionsketten” teilnehmen und vom IKPE fachlich beraten und begleitet werden.
Dr. Heinz-Jürgen Stolz vom Institut für soziale Arbeit e. V. (ISA) Münster ging in seinem Input der Frage nach, wie wirkungsorientiert gearbeitet werden kann und welche Rolle im Rahmen der Präventionsketten die Kommunen spielen auch als Initiator und Motivator für eine intensive Beteiligung daran, sowohl im inneren wie auch äußeren Zirkel. Dazu gehörten zum einen, so Dr. Stolz, die Fachbereiche in den kreisfreien Städten und den Landkreisen wie eben auch Vereine, Verbände mit den Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft sowie die politischen Gremien vor Ort. Zudem erläuterte er die “Präventionsketten als Gemeingut, als kinderfreundliches Gemeinwesen und ein lernendes Netzwerk”. Die Kommune habe den Aufbau und Ablauf in einem Handlungskonzept zu organisieren und dessen Umsetzung zu reflektieren mit dem Ziel, sich als agile Netzwerkorganisation strategisch neu auszurichten, so die formulierte Erwartungshaltung des Wissenschaftlers.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten auch in der sich anschließenden und teils leidenschaftlich geführten Diskussion von der Erfahrung aus der Praxis in Nordrhein-Westfalen profitieren, da Dr. Stolz als Leiter des Präventionsbereichs im Institut für soziale Arbeit e. V. die Präventionsketten “kinderstark” vor mehr als zehn Jahren mit aufgebaut und weiter begleitet hat. Zudem ist der Wissenschaftler im Qualitätsverbund Präventionsketten, der von der Auridis Stiftung koordiniert wird, die in Vertretung von Projektmanager Markus Büchel ebenfalls an der Veranstaltung teilnahm.
Foto: @IKPE/Binder
MEHR LESENIKPE unterwegs beim Thüringer Europafest in Sömmerda
Sömmerda/13.05.2023.
Das Europafest in Thüringen fand in diesem Jahr in Sömmerda statt. Das IKPE nahm an dem Informations- und Volksfest mit einem Präsenationssstand teil und reihte sich damit in das vielfältige Angebot von Vereinen, Organisationen und auch Unternehmen ein. Zum Programm auf dem Sömmerdaer Obermarkt gehörten musikalische Darbietungen und Gesprächsrunden rund um das Thema Europa, um den europäischen Gedanken. Seit 2017 wird das Europafest in Thüringen an wechselnden Orten durchgeführt und vom Europäischen Informations-Zentrum in der Thüringer Staatskanzlei organisiert.
Berichtet wurde über den Europatag unter anderem auf der Website der Thüringer Staatskanzlei und in der “Sömmerdaer Allgemeine“.
Hier ein paar fotografische Impressionen von unserem Team (Andreas Blume-Strotzer, Dr. Heike Schaarschmidt, Dr. Theresa Hilse-Carstensen und Dr. Stefan Huber), das zum Europafest vor Ort war:
Fotos: @IKPE-Team
MEHR LESEN
Angebote des IKPE für Kommunen im Überblick
Erfurt/02. Mai 2023.
„Kommunen unterstützen, ist unser Auftrag“, so lautet der Leitsatz des IKPE. Dementsprechend lassen sich sechs Themenbereiche ableiten, in denen das Forscher*innenteam des Instituts den kommunalen Akteur*innen als erfahrener Partner zur Seite steht.
“Das Leistungsangebot adressiert genau die Themen, die vielen Kommunen als Schwerpunkte ihrer Planungsprozesse aktuell unter den Nägeln brennen”, sagt Dr. Theresa Hilse-Carstensen, stellvertretende Institutsleiterin des IKPE.
Die kommunalen Planungs- und Präventionsprozesse werden dabei mit zielgerichteter, methodisch fundierter Prozessbegleitung und vielseitigen Qualifizierungsangeboten zum Kompetenzaufbau unterstützt.
Hier können Sie die Übersicht herunterladen. Einzelne Angebote sind weiter unten verlinkt:
1.Sozialforschung |
2. Prozessbegleitung |
3. Angebotsanalyse |
|
|
|
![]() |
4. Evaluation |
5. Monitoring |
6. Strategische Vernetzung |
![]() |
![]() |
![]() |
Ihre Ansprechpartnerin:
Dr. Theresa Hilse-Carstensen
Stellv. Leiterin des Instituts für kommunale Planung und Entwicklung
Telefon: 0361 30257 – 603
Beitrag zur IKPE-Studie im Nomos Verlag erschienen
Lernen aus Krise(n) für kommunale Planung – Von begrenzter Handlungsfähigkeit zum neuen Status-Quo
Kommunale Verwaltungen stehen, trotz ihres auf Kontinuität beruhenden Versorgungsauftrags permanent unter auf sie einwirkenden – inneren und äußeren – Änderungs- und Anpassungsimpulsen. In dem Beitrag werden auf Grundlage der IKPE Studie „Zukunft der kommunalen Planung – Lernen aus Krise(n)“ aktuelle Entwicklungen im Bereich der Sozialplanung unter den Eindrücken der Pandemie beschrieben sowie mehrdimensionale und praxisorientierte Aussagen für die Zukunft kommunaler Planung in Thüringen getroffen.
Autor*innen: Hilse-Carstensen, Theresa/Huber, Stefan/Soliman, Kariem/Fischer, Jörg
Der Beitrag ist in den „Blätter der Wohlfahrtspflege“ Heft 2/2023 im Nomos Verlag erschienen.
MEHR LESENIntegrierte Sozialplanung und Wandel in Thüringer Kommunen – Schmalkalden-Meiningen im Podcast der Initiative Kommune 360°
Schmalkalden/Erfurt. 11.04.2023. Die neue Folge des Kommunen-Podcasts der Initiative Kommune 360° ist unter dem Titel “Sozialplanung als Veränderungsmotor? Schmalkalden-Meiningen macht’s vor!” erschienen.
Für diesen Beitrag wurden Tamara Wedel, Sozialplanerin im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, und Claudia Michelfeit, Leiterin der Strategischen Planung im Referat “Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Grundsatzfragen, strategische Planung” des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) interviewt. Das Gespräch gibt vielseitige Einblicke in den Prozess der integrierten und kooperativen Sozialplanung in Thüringer Kommunen und setzt folgende Schwerpunkte:
„Die Sozialplanung im ländlich geprägten Landkreis Schmalkalden-Meiningen soll langfristig kooperativ und integriert arbeiten. Tamara Wedel, die dortige Sozialplanerin, ist von diesem Ansatz überzeugt, denn: Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Eine integrierte Planung kann diese berücksichtigen. So trägt sie zur Erfüllung des Kernauftrags der Sozialplanung maßgeblich bei: Chancengerechtigkeit im gesamten Landkreis für alle Menschen zu ermöglichen.
In unserer Rubrik Nachgefragt sprechen wir mit Claudia Michelfeit vom Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Dort ist sie Leiterin der Strategischen Planung. Frau Michelfeit gibt Einblicke in die Planung und Umsetzung von Landesprogrammen. Sie erklärt warum die Gestaltung der Lebensverhältnisse in die Hände von Kommunen gehört und wie das Land kommunale Akteure bei diesem Veränderungsprozess unterstützen kann.“
Reinhören – hier gehts zum Podcast
Lesen Sie auch: Unter der Überschrift und dem Zitat von Dr. Heike Schaarschmidt “Die Klärung der Sinnfrage ist für erfolgreiche Netzwerke essentiell!”, wurde sie als Leiterin des Programms “Thüringer Präventionsketten” am IKPE im “K360°-Interview” dazu befragt, “wie netzwerkübergreifende Zusammenarbeit aufgesetzt sein sollte, damit das volle Potential von Präventionsketten ausgeschöpft werden kann.”
MEHR LESEN
IKPE unterwegs in Jena zum Fachtag des Landesseniorenrats
Jena/28.03.2023. Die “Klima- und Energiekrise und ihre sozialen Auswirkungen” war das Kernthema einer Fachtagung des Landesseniorenrats Thüringen in der Lichtstadt Jena. Eine Reihe von Vorträgen gab den Teilnehmenden den Input für die Veranstaltung sowie die rege Diskussion dazu. Dr. Rainer Vock, Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE), sprach beispielsweise zur “Selbstevaluation – Ein Instrument zur internen Bewertung der seniorenpolitischen Arbeit in den Kommunen”. Der Vortrag behandelte die Evaluationsmethode im Vergleich von Fremd- und Selbstevaluation und stellte ein Erhebungsinstrument vor, das den Seniorenvertretungen auf Landes- und Kommunalebene zur Selbsteinschätzung und Weiterentwicklung ihrer politischen Arbeit dienen soll. Die Stadt- und Dorfentwicklung im Kontext der Klimakrise sowie das Projekt “Hitzeatlas für Städte und Gemeinden” standen ebenfalls auf der Tagesordnung.
Weitere Informationen rund um den Themenschwerpunkt “Evaluation” am Institut für kommunale Planung und Entwicklung sowie weitere Angebotsbeschreibungen finden Sie in den Produktblättern des IKPE.
MEHR LESENSaale-Orla-Kreis beginnt “Programm Thüringer Präventionsketten”
Schleiz/01.03.2023.
Nun ist es offiziell. Mit der Auftaktveranstaltung zum Start des “Programms Thüringer Präventionsketten” im Saale-Orla-Kreis ist die Ostthüringer Kommune als dritte Partnerin der Thüringer Präventionsketten dabei. Begonnen hat die Arbeit allerdings bereits im Januar 2023 im Team um Yvonne Lautenschläger, Fachbereichsleiterin Soziales Jugend und Gesundheit im Saale-Orla-Kreis, seitdem ist die geförderte Koordinator*innenstelle besetzt. Im besonderen Fokus stehe im Saale-Orla-Kreis der ländliche Raum bei der Umsetzung des “Programms Thüringer Präventionsketten“, erläuterte Yvonne Lautenschläger den sozialstrategischen Ansatz in ihrem Landkreis. Gerade dazu sei eine bedarfsgerechte Zusammenarbeit notwendig, damit präventive Angebote wirksam bei den Familien ankommen.
“Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf.” Mit diesem nigerianischen Sprichwort greift Dr. Heike Schaarschmidt, Leiterin des Programms „Thüringer Präventionsketten“ am Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE), den Anspruch und die Ausgangssituation im Saale-Orla-Kreis auf. “Genauso wollen wir gemeinsam agieren, damit Kindern aus sozial prekären Verhältnissen ein gelingendes Aufwachsen ermöglicht wird.”
Mehr dazu auf der Website des Programms Thüringer Präventionsketten.
MEHR LESENPlanspiel Präventionsketten traf bei Planerinnen und Planern auf große Resonanz
Erfurt/22.02.2023.
Viel gelernt und praxisnah vermittelt. So der Tenor der Planerinnen und Planer sowie die Resonanz aus den vier Thüringer Kommunen, die mit dem Programm “Thüringer Präventionsketten” bereits gestartet sind oder es noch vorhaben. Das Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) hatte im Rahmen des Programms Thüringer Präventionsketten die Akteurinnen und Akteure aus Erfurt, Jena, Schmalkalden-Meiningen und dem Saale-Orla-Kreis zu einem Planspiel eingeladen und leitete damit spielerisch die begleitende Beratung für die am Programm teilnehmenden Kommunen durch das IKPE ein.
“Das Planspiel ist als Unterstützung für die Arbeit beim Aufbau der Präventionsketten in den Kommunen organisiert worden. Im Ergebnis nahm wohl jeder für sich verschiedene Denkanstöße und Erkenntnisse mit nach Hause. “Und so ganz „nebenbei“ wurde ein erster interkommunaler Austausch zwischen den Beteiligten in Thüringen eingeleitet”, resümiert Dr. Heike Schaarschmidt, Leiterin des Programms Thüringer Präventionsketten, die Veranstaltung. “Wir danken den Kolleg*innen der Präventionsketten in Niedersachsen und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die am Planspiel so engagiert mitgewirkt haben.”
Mehr dazu auf www.thueringer-praeventionsketten.de
MEHR LESENLandkreis Schmalkalden-Meiningen startet mit Programm Thüringer Präventionsketten
Meiningen/20.02.2023
Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen ist das neue Glied im Programm “Thüringer Präventionsketten”. “Ziel ist es, speziell die Familien zu erreichen, die die Förderung ihrer Kinder weniger fokussieren, letztlich gilt es jedoch, keine Familie aus den Blick zu verlieren”, sagte Angela Bauer, Fachbereichsleiterin für Soziales, Jugend und Gesundheit zum offiziellen Start am 20. Februar 2023. Mit der Umsetzung des Thüringer Programms mit beratender Begleitung durch das IKPE, solle nun die Chance genutzt werden, bestehende Strukturen zu stärken und Angebote und Leistungen gezielt aus der Perspektive von Kindern und Familien zu erfragen. Daraus folgend, werde die Beteiligung von Familien und Fachexperten im Mittelpunkt stehen.
An dem Auftaktgespräch nahmen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Fachbereiche wie der Integrierten Sozialplanung, des Jugendamtes, des Kinderschutzes, der Kindergartenfachplanung, Sozialplanung und des Gesundheitsamtes teil. Dr. Heike Schaarschmidt, Leiterin des Programms “Thüringer Präventionsketten” am IKPE, erläuterte die gemeinsamen Ziele und informierte in einer Präsentation über das Vorhaben sowie dem Aufbau eines Netzwerkes.
Mehr dazu auf www.thueringer-praeventionsketten.de
MEHR LESENJena startet Programm Thüringer Präventionsketten mit IKPE
Jena/08.02.2023.
“Wir haben großes Interesse daran, dass die Kinder unserer Stadt beste Entwicklungschancen haben. Und das möglichst für alle Kinder.” Das sagte Eberhardt Hertzsch, stellvertretender Oberbürgermeister der Stadt Jena, zum Auftaktgespräch des Programms “Thüringer Präventionsketten” am 8. Februar 2023 in Jena. Deshalb haben sich die Stadt für das Programm beworben, damit die bereits vorhandenen zahlreichen Angebote besser vernetzt und somit gezielter bei den Kindern und ihren Familien ankommen.
Zum Start des Programms, das vom Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) fachlich begleitet wird, trafen sich die Fachdienste und Planerinnen und Planer aus den Dezernaten Familie, Bildung und Soziales der Stadt Jena mit dem Team Programm “Thüringer Präventionsketten” des IKPE, um über Ziele und die Umsetzung des Programms zu sprechen. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden erste Schritte zur partnerschaftlichen und fachübergreifenden Zusammenarbeit anvisiert. Dazu zählt die beratende Begleitung durch das IKPE vor Ort in Jena.
Mehr über die Auftaktveranstaltung auf www.thueringer-praeventionsketten.de und jena.de
MEHR LESENNachlese: Blog-Beitrag des IKPE und Dokumentation zum Festival für innovative Planung
Erfurt/Apolda 07.02.2022
Das Programm des Festivals für innovative Planung der Initiative Kommune 360°, an dem das IKPE Anfang Dezember 2022 mit aktiven Parts teilgenommen hat, ist nun veröffentlicht. Mit Präsentationen, Fotos, Blogbeiträgen und den Videomitschnitten der Referent*innen lädt die Dokumentation zur Nachlese und Reflektion ein.
Das Team des IKPE ist im Blog der Initiative Kommune 360° mit einem Gastbeitrag zum Workshop “Lernen aus Krise(n)” vertreten. Hier werden Erkenntnisse sowie Diskussionsfragen des Festival-Workshops, basierend auf der Studie zur Zukunft kommunaler Planung (Soliman et al. 2022) gebündelt.
Die Studie “Zukunft kommunaler Planung. Lernen aus Krisen” (2022) gibt es sowohl in der Kurzdarstellung als auch in der Gesamtfassung zum Download.
Mit einem Klick auf die Grafik geht es zum Blogbeitrag auf der Website der Initiative Kommune 360 °.
MEHR LESENIKPE unterwegs beim Festival für innovative Planung in Apolda
Apolda/09.12.2022. Das Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) hat vom 07. bis 09. Dezember 2022 am Festival für innovative Planung der Initiative Kommune 360° in Apolda teilgenommen. Ziel der Veranstaltung war es, den Dialog über Potentiale und Herausforderungen von kommunaler Planung anzuregen, interkommunalen Austausch durch kreative Methoden und neue Impulse zu befördern und sich zu vernetzen.
Die Veranstaltung wurde von der Kommune 360° ins Leben gerufen, um den Dialog über Potentiale und Herausforderungen von integrierter Planung zu forcieren und den interkommunalen Austausch durch innovativen Methoden mit neuen Impulse im kommunalen Handeln zu versehen.
Das IKPE hat vor kommunalen Vertreterinnen und Vertretern seine aktuelle Studie “Zukunft der kommunalen Planung. Lernen aus Krise(n)” vorgestellt. Im Mittelpunkt des ersten Workshops am Donnerstag stand der Dialog über die Potentiale und Herausforderungen von integrierter Planung in den Kommunen. Zur Diskussion unter den Teilnehmenden stand außerdem das Ergebnis der Studie, dass es statt Rückzug in Krisen noch mehr Vernetzung braucht. Denn die Erfahrung habe gezeigt, heißt es in der Studie resümierend, dass Kommunen, in denen die Planung gut vernetzt ist, beispielsweise während der Corona-Pandemie schnellere, informelle Wege finden konnten und einen besseren Überblick über Bedarfe erhalten haben. Der zweite IKPE-Workshop befasste sich am Freitag mit der Online-Umfrage unter Geflüchteten aus der Ukraine, die nach Thüringen gekommen sind. Die Ergebnisse waren Grundlage für eine Diskussion u. a. zu der Frage wie können sich kommunale Verwaltung, Träger und andere Institutionen in der Planungspraxis in Bezug auf Zuwanderung aufstellen? Die beiden Workshops des IKPE stießen auf große Resonanz mit weiterführenden Gesprächen bis in die Pausen hinein. Insgesamt gab das Festival viele Impulse für den interkommunalen Austausch und die weitere Zusammenarbeit.
Mit unseren Fotos werfen wir einen Blick in die Workshops. Links zur aktuellen Studie mit Kariem Solimann und Andreas Blume-Strotzer, wissenschaftliche Mitarbeiter am IKPE, sowie zur Online-Umfrage im Bild rechts.
Foto: @ikpe/Hilse-Carstensen (Bild 1); @ikpe/Huber (Bild 2)
IKPE Beiratstreffen
Erfurt/06.12.2022.
Das jährliche Treffen des Beirats des IKPE fand am vergangenen Dienstag in Erfurt statt. Im Mittelpunkt stand der rege Austausch zur Zukunftsstrategie des Instituts. Gemeinsam wurde über die aktuellen Herausforderungen und die sich daraus ergebenden Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten in der kommunalen Beratung und Forschung diskutiert. Der Vorstand des IKPE nahm die Gelegenheit wahr, sich bei den Beiratsmitgliedern für ihre engagierte Arbeit zu bedanken. “Zusammen blicken wir optimistisch und mit vielen guten Ideen in das Jahr 2023 und sind sehr stolz auf unseren hoch motivierten Beirat, der das IKPE mit Rat und Tat gerade auch bei der Umsetzung unserer Vorhaben unterstützt”, so der Institutsleiter Prof. Dr. Jörg Fischer zum Abschluss des Treffens.
Gruppenfoto mit allen Beiratsmitgliedern, dem Vorstand des IKPE sowie mit den Projektleitenden.
Foto: @ikpe/Binder
MEHR LESEN
IKPE-Jahrestagung und Mitgliederversammlung 2022
Erfurt/08.11.2022.
“Unsere Profession ist die Sozialplanung”, mit diesen Worten begrüßte Institutsleiter Prof. Dr. Jörg Fischer die Teilnehmenden zur IKPE-Jahrestagung und Mitgliederversammlung in Erfurt. Unter der Überschrift “Neue Wege in der kommunalen Planung” – ESF, Kommunen und das IKPE in der Veränderung” traf am 08. November 2022 die Wissenschaft auf die Praxis, tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter Thüringer Kommunen mit Sozialforschenden u.a. über die künftige Ausrichtung der integrierten Sozialplanung aus.
Im Mittelpunkt der Tagung stand die Vorstellung des von IKPE verantworteten Handbuchs “Kommunale Planung und Steuerung. Planung, Gestaltung, Beteiligung”, in dem auf 651 Seiten praxisnah aufgezeigt wird, wie Kommunen steuern, planen und gestalten können. In interaktiven Workshops konnten die Teilnehmenden mit Herausgeber*innen und Autor*innen des Handbuchs über Themen wie „Potentiale sozialer Herausforderungen für die sozialpolitische Gestaltung“ oder „Aspekte der Adressatenbeteiligung in der kommunalen Planung“ ins Gespräch kommen.In der offenen Mitgliederversammlung ging der Leiter des Instituts Prof. Dr. Fischer auf die Rolle des IKPE als Plattform für wissenschaftliche Projekte, als langfristiger Partner in der Zusammenarbeit mit den Thüringer Kommunen und auch als forschender “Vordenker” für sozialpolitische Maßnahmen ein, die für die Umsetzung durch die politischen Ebenen wichtig sind. Der wiedergewählte Vorstand des IKPE mit Prof. Dr. Jörg Fischer und Claudia Michelfeit erhielt zudem einen Neuzugang: Thomas Trier, Jugendamtsleiter der Stadt Erfurt, wird die künftige Ausrichtung und Arbeit des Instituts für kommunale Planung und Entwicklung unterstützen und mitgestalten.
Die aktuelle Studie des IKPE “Zukunft der kommunalen Planung. Lernen aus Krise(n)” war die Grundlage für die abschließende Open-Space-Diskussion. In Arbeitsgruppen standen Themen wie Bedarfserhebung in der Krise oder die Bedeutung von Netzwerken zur Diskussion. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten die vorbereiteten Fragestellungen mit dem Ziel, in der gemeinsamen Debatte Lösungswege und Strategien für eine krisensichere kommunale Planung zu entwickeln.
Das Team des IKPE bedankt sich ganz herzlich für die inspirierenden Beiträge und Diskussionen bei den Impulsgeber*innen der Tagung: Jenny Richter (Deutsches Jugendinstitut), Prof. Dr. Antonio Brettschneider (Institut für Sozialpolitik und Sozialmanagement (ISSM) TH Köln) und Sebastian Heidrich, Fachdienst Bürger*innenbeteiligung der Universitätsstadt Marburg.
Foto: P.L.Binder/ IKPE
MEHR LESENAktuell: Kurzfassung der Studie “Zukunft kommunaler Planung. Lernen aus Krise(n)”
Erfurt/04.11.2022
Die Kurzdarstellung der Ergebnisse der Studie “Zukunft kommunaler Planung. Lernen aus Krise(n)” ist ab sofort online verfügbar.
“Kommunale Planung hat sich in Krisenzeiten als wichtiges Bindeglied zwischen Verwaltung und Bürgern bewährt, vernetzte Zugänge ausgebaut und die eigene Professionalität gestärkt”, kommentiert Institutsleiter Prof. Dr. Jörg Fischer die neue IKPE-Studie mit Ergebnissen aus ganz Thüringen.
Die Volltext-Version der Studie Zukunft der Kommunalen Planung. Lernen aus Krise(n) mit der kompletten Darstellung der Studienergebnisse ist über diesem Link abrufbar.
Ihr Ansprechpartner ist: Dr. Stefan Huber
Telefon: 0361 30257-602
stefan.huber(at)ikpe-erfurt.de
„Was brauchen Menschen, die aus Ukraine nach Thüringen geflüchtet sind?“: Ergebnisse der landesweiten Online-Befragung veröffentlicht
Erfurt/04.11.2022. Die Ergebnisse zur Ukraine-Befragung liegen vor und wurden in einer Broschüre des Projekts “Thüringer Initiative für lokales Integrationsmanagement in den Kommunen “(ThILIK) am Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) zusammengefasst. Ziel der Online-Befragung war es, die Ankunftssituation in Thüringen sowie die Integrationsperspektiven der aus Ukraine geflohenen Menschen zu ermitteln. Die Resultate sollen Kommunen bei der Bedarfs- und Angebotsplanung unterstützen sowie die Hilfsangebote des Freistaats Thüringen reflektieren.
Interessierte können die Broschüre online unter info(at)ikpe-erfurt.de anfordern.
Hintergrund der Online-Befragung:
Wegen der Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine brachte sich das IKPE mit seiner Kernkompetenz ein: Bedarfe erfassen und diese in Handlungsempfehlungen für lokale Angebote und Strategien auf kommunaler und Landesebene überführen. Zwei ukrainische Wissenschaftlerinnen, Dr. Viktoriya Sereda und Dr. Olena Gavrysh, unterstützten das IKPE-Team um Institutsleiter Prof. Dr. Fischer und Kariem Soliman. In einer landesweiten Umfrage wurden Menschen aus der Ukraine zu ihren drängendsten Bedarfen, Qualifikationen und Bleibeabsichten befragt.
Druckfrisch: Handbuch “Kommunale Planung und Steuerung”
Erfurt/07.10.2022.
Das Handbuch “Kommunale Planung und Steuerung. Planung, Gestaltung, Beteiligung” ist bei Beltz Juventa erschienen.
In 50 Beiträgen von 62 Mitwirkenden aus Wissenschaft, Fachpraxis und Politik analysiert dieser Band die Wechselbeziehungen von Steuerung zu Planung, Gestaltung und Beteiligung. Für Fach- und Leitungskräfte ist das eine zentrale Herausforderung, denn aktuelle Entwicklungen wie die Stärkung von Planung, der wachsende kommunale Gestaltungsanspruch und das ansteigende Interesse an partizipativer Einbindung in fachliche und politische Entscheidungen beeinflussen die Steuerungsmöglichkeiten/-notwendigkeiten massiv. Das Handbuch greift konkret, anschaulich und lebendig auf, was für jede Kommunalverwaltung hilfreich und wichtig ist.
Weitere Informationen zum Inhalt und Bestellung finden Sie auf der Seite des Verlags: https://www.beltz.de/fachmedien/sozialpaedagogik_soziale_arbeit/produkte/details/47355-handbuch-kommunale-planung-und-steuerung.html
Herausgeber*innen und auch Autor*innen auf unserem Foto (v.l.n.r.) Prof. Dr. Jörg Fischer, Dr. Theresa Hilse-Carstensen und Dr. Stefan Huber. Foto: @IKPE/Binder
MEHR LESENZweitägiger Kongress zur Jugendhilfe an der Fachhochschule Erfurt
Erfurt/27. u. 28.09.2022.
Der 4. Fachkongress Hilfen zur Erziehung fand Ende September an der Fachhochschule in Erfurt statt. Mehr als 200 Gäste erlebten Vorträge, Workshops und spannende Diskussionen rund um das Thema “Hilfe für Familien bei der Erziehung von Kindern und Jugendlichen für ein gelingendes Aufwachsen”. Organisiert wurde die zweitägige Veranstaltung von der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der FH Erfurt, der Landesarbeitsgemeinschaft Hilfen zur Erziehung in Thüringen e.V. und dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport.
Eine Podiumsdiskussion zum Thema “Kinder und Jugendliche in den HzE stärken! Die Herausforderung in Thüringen!”, an der u. a. der Thüringer Bildungsminister Helmut Holter und Prof. Dr. Martin Wazlawik (Professor für Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe an der Hochschule Hannover) teilnahmen, wurde von Prof. Dr. Jörg Fischer, Leiter des Instituts für kommunale Planung und Entwicklung moderiert.
Weitere Informationen zum Kongress finden Sie auf der Seite der FH Erfurt sowie in den Medienberichten der “Thüringer Allgemeinen” und der “Ostthüringer Zeitung”.
MEHR LESEN
Rückblick: Qualifizierung „Evaluierung in der Integrierten Sozialplanung“
Erfurt/27.10.2022.
Die zweitägige Fortbildung “Evaluierung in der integrierten Sozialplanung” stieß bei den kommunalen Planerinnen und Planern aus Thüringen auf großes Interesse. Schließlich sind Evaluierungen ein wichtiges Element in der Integrierten Sozialplanung (ISP), um Verlauf und Ergebnisse der Interventionen in den Sozialräumen beurteilen zu können. “Ihre Relevanz ist also wichtiges Planungs- und Steuerungsinstrument der ISP und wird im Rahmen der „Wirkungsorientierung“ weiter zunehmen”, sagt Dr. Rainer Vock, der die Veranstaltung in Erfurt leitete.
Die Qualifizierung bot zunächst eine fundierte Einführung in das Thema, inklusive Begriffsklärung und Qualitätsanforderungen, Bewertungsebenen von Evaluierungen. Am Folgetag wurde die Anwendung von Evaluierungen in der integrierten Sozialplanung wie Anliegen von Evaluierungen, angemessene Evaluationsverfahren und -techniken sowie die Entwicklung von Evaluierungsprojekten praxisnah behandelt.
Bild 1: Dr. Rainer Vock (Bildmitte) resümiert den ersten Fortbildungstag. Bild 2: Caroline Wohlleben (Landratsamt Sonneberg) stellt die Ergebnisse der Arbeitsgruppe vor. Fotos: @IKPE/Binder
MEHR LESEN
IKPE mit dabei: Erste Sneak Preview zum K360 Festival im Dezember
Erfurt/Apolda/28.10.2022.
Das “Kommune Gestaltet! 360° Festival für innovative Planung” in Apolda steht vor der Tür. Auch das Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) nimmt vom 07. bis 09. Dezember 2022 daran teil. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der Dialog über die Potentiale und Herausforderungen von integrierter Planung in den Kommunen. Viele Workshops und Events gehören zum Programm, dass das IKPE mit einem Workshop zur aktuellen Studie des Instituts „Zukunft der kommunalen Planung. Lernen aus Krise(n)“ mitgestaltet. Darin wird es vor allem darum gehen, was sich aus den Erkenntnissen der Studie für das Selbstverständnis von Sozialplaner*innen/kommunalen Planungsfachkräften/Kommunalverwaltung als Gestalter*innen und vor allem Lernende ableiten lässt, um in zukünftigen Krisen handlungsfähig zu sein.
Mehr dazu und alle weiteren Neuigkeiten zum K360 Festival hier.
MEHR LESENIKPE unterwegs … zur Veranstaltung „Starke Kinder für ein starkes und gerechtes Europa“ in Berlin
Berlin/16.11.2022. Das dritte und letzte Format der Veranstaltungsreihe “Starke Kinder für ein starkes und gerechtes Europa” zur Umsetzung des Aktionsplans zur europäischen Säule sozialer Rechte (ESSR) fand im Europäischen Haus in Berlin statt, an dem auch das IKPE vertreten war. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Keynote von Ekin Deligöz, Parlamentarische Staatssekretärin und Nationale Kinderchancen Koordinatorin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), die die Bedeutung der Europäischen Kindergarantie als politisches Instrument zur Bekämpfung von Kinderarmut in der Europäischen Union betonte.
Im Anschluss folgten Wissens- und Erfahrungsaustauschformate mit Akteur*innen aus Europa, Vertreter*innen der Europäischen Kommission, UNICEF und Eurochild. Die Beiträge und Diskussionen setzen sich u. a. mit den Maßnahmen und Erfolgsfaktoren zur Verringerung von (Kinder-)Armut und sozialer Ausgrenzung auseinander. Dabei wurden auch die noch fehlenden Nationalen Aktionspläne (NAP) der Mitgliederstaaten für die Stärkung von Kindern und Familien in Europa thematisiert. Aktuell haben 15 der 27 Mittgliederstaaten ihren NAP eingereicht. Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung enthält ein klares Bekenntnis zur EU-weiten Umsetzung der ESSR und zur Bekämpfung sozialer Ungleichheiten, sodass der Aktionsplan von Deutschland Anfang 2024 einreicht werden soll. Die Veranstaltung wurde vom Bundesfamilienministerium und der Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa organisiert und durchgeführt.
Am Pult auf unserem Foto: Ekin Deligöz, Parlametarische Staatssekretärin und Koordinatorin “Nationale Kinderchancen” im BMFSFJ. Foto: @IKPE/René Eichelberger
MEHR LESENVeranstaltung zum Thema regionale Vernetzung und Wirkung im Leistungssport
08.06.2023. Die Weiterentwicklung des Leistungssports durch bessere regionale Vernetzung war Thema einer hybriden Veranstaltung mit fast 100 Beteiligten aus dem Sportbereich, an der auch Prof. Dr. Jörg Fischer, Leiter des Instituts für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) und Professor für Bildungs- und Erziehungskonzepte an der FH Erfurt, teilnahm.
Im Mittelpunkt seines Beitrags „Von der Zusammenarbeit zur Vernetzung-Weiterentwicklung des Leistungssports aus Netzwerkperspektive” plädierte er für das „out of the box-Denken“. So werde bei der Wirkung zu sehr auf den Aufbau der Zusammenarbeit geschaut und zu wenig auf die Abläufe und die tatsächliche Beteiligung der Menschen, sagte Prof. Dr. Fischer. „Die Akteure vor Ort müssen auch erfahren, dass ihre neuen Ansätze umgesetzt werden.“ Zwar seien Netzwerke mittlerweile auch im Sport ein etabliertes Format der Zusammenarbeit. “Aber die Frage, was gute Netzwerkarbeit im Sinne einer wirkungsvollen Zusammenarbeit für die Zielgruppen ausmacht, ist meist aber noch nicht beantwortet”, so Fischer.
Die Beteiligten diskutierten außerdem in Arbeitsgruppen u. a. zum Thema „Wie baue ich Netzwerke auf?“, diese Arbeisgruppe wurde von Prof. Dr. Fischer moderiert. Mehr zur Veranstaltung hier
“Erfurter Gespräch” im Juli zur inklusiven Jugendhilfeplanung
Am 10. Juli 2023 um 18:00 Uhr startet eine weitere Diskussionsrunde des Onlineformats “Erfurter Gespräch” zum Thema “Inklusive Jugendhilfeplanung”. Die Teilnahme an der Kooperationsveranstaltung der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften (ASW) der FH Erfurt und des Instituts für kommunale Planung und Entwicklung Erfurt (IKPE) ist offen.
Hier der Link zum Livestream auf youtube.
“Mittels verschiedener Zugänge wollen wir im Erfurter Gespräch auf erste Erkenntnisse und Erfahrungen verweisen, Ansätze diskutieren und Mut machen, sich auf diese Veränderung gelingend einzustellen”, heißt es in einem Hinweis der Fachhochschule Erfurt zu der Diskussionsrunde, die von Prof. Dr. Jörg Fischer, Professor für Bildungs- und Erziehungskonzepte an der Fachhochschule Erfurt sowie Leiter des Instituts für Kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) moderiert wird.
Ins Gespräch kommen dazu Dr. Heike Schaarschmidt, Projektleiterin Programm “Thüringer Präventionsketten” am IKPE in Erfurt; Dr. Julia Pudelko, Wissenschaftliche Bereichsleitung Kinder- und Jugendhilfe am Institut für soziale Arbeit in Münster; Heiko Brodermann, Fachberatung Jugendhilfeplanung im LVR-Landesjugendamt Rheinland in Köln und Pia Steinfels, Jugendhilfeplanerin in Monheim am Rhein.
Mit der SGB VIII-Novelle stehe auch die Jugendhilfeplanung vor der Notwendigkeit, inklusiv zu denken und zu handeln. “Über den generellen Zuspruch zu dieser Fortentwicklung hinaus lässt sich ein Unbehagen mit Blick auf die Frage feststellen, welche praktischen Konsequenzen für planerisches Handeln in der Kinder- und Jugendhilfe daraus entstehen, wie damit unter den aktuellen Rahmenbedingungen umgegangen werden kann und welcher Mehrwert daraus entsteht”, werden Thema und auch die Absicht der Online-Veranstaltung “Inklusive Jugendhilfeplanung” umrissen.
Hier geht es zum gemeinsamen Veranstaltungshinweis der FH Erfurt und des IKPE mit weiteren Informationen.
“Erfurter Gespräch” zur inklusiven Jugendhilfeplanung
Am 10. Juli 2023 um 18:00 Uhr startete eine weitere Diskussionsrunde des Onlineformats “Erfurter Gespräch” zum Thema “Inklusive Jugendhilfeplanung”:
“Mit der SGB VIII-Novelle steht auch die Jugendhilfeplanung vor der Notwendigkeit, inklusiv zu denken und zu handeln. Über den generellen Zuspruch zu dieser Fortentwicklung hinaus lässt sich ein Unbehagen mit Blick auf die Frage feststellen, welche praktischen Konsequenzen für planerisches Handeln in der Kinder- und Jugendhilfe daraus entstehen, wie damit unter den aktuellen Rahmenbedingungen umgegangen werden kann und welcher Mehrwert daraus entsteht. Mittels verschiedener Zugänge wollen wir im Erfurter Gespräch auf erste Erkenntnisse und Erfahrungen verweisen, Ansätze diskutieren und Mut machen, sich auf diese Veränderung gelingend einzustellen.”
Das Fachgespräch ist eine Kooperationsveranstaltung der Fachhochschule Erfurt und dem Institut für kommunale Planung und Entwicklung Erfurt (IKPE).
Moderation: Prof. Dr. Jörg Fischer, Professor für Bildungs- und Erziehungskonzepte an der FH Erfurt sowie Leiter des IKPE
Es diskutierten:
– Philipp-Emanuel Oettler, Stellvertretende wissenschaftliche Bereichsleitung Kinder- und Jugendhilfe am Institut für soziale Arbeit in Münster
– Heiko Brodermann, Fachberatung Jugendhilfeplanung im LVR-Landesjugendamt Rheinland in Köln
– Pia Steinfels, Jugendhilfeplanerin in Monheim am Rhein
– Dr. Heike Schaarschmidt, Projektleitung Präventionsketten im IKPE Erfurt
Die Aufnahme des Gesprächs kann unter diesem Link aufgerufen werden.
MEHR LESENTrauer um Landesgeschäftsführer des Paritätischen in Thüringen
Erfurt/Neudietendorf/07.08.2023. Mit großer Bestürzung haben wir vom plötzlichen Ableben des Landesgeschäftsführers des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Thüringen erfahren. Stefan Werner war für das Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) ein Wegbegleiter, ein Partner, den wir sehr vermissen werden. Gemeinsam mit dem Paritätischen in Thüringen haben wir Projekte angestoßen und durchgeführt, Veranstaltungen organisiert. Sein Tod reißt eine große Lücke in die paritätische Familie, war er doch für sein unermüdliches soziales Engagement weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Ganz aufrichtig drücken wir dem Vorstand, dem Team des Paritätischen Wohlfahrtsverbands in Thüringen e. V. unser Mitgefühl zu diesem schmerzlichen Verlust aus.
Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit auch bei den Angehörigen und Freunden von Stefan Werner. Ihnen allen gehört unsere aufrichtige Anteilnahme.
Wir werden die Erinnerung an Stefan Werner auch als guten Arbeitskollegen und fachpolitischen Mitstreiter in Ehren halten und wünschen dem Paritätischen Wohlfahrtsverband viel Kraft bei der Weiterführung seiner so wichtigen Arbeit für soziale Gerechtigkeit und eine lebenswerte Gesellschaft für alle Menschen, ganz im Sinne des geschätzten Verstorbenen.
In Gedenken
Prof. Dr. Jörg Fischer, Claudia Michelfeit, Thomas Trier
Vorstand Institut für kommunale Planung und Entwicklung
Landesgeschäftsführer Stefan Werner (Foto: @paritaet-th.de/Frank Diehn)
MEHR LESENArbeitskreis Sozialplanung tagte zum Thema “Altenhilfeplanung”
Am 12.10.2023 fand in Erfurt die vom Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) in Kooperation mit dem IKPE organisierte Sitzung des Arbeitskreises Sozialplanung statt.
Im Mittelpunkt des Arbeitskreisprogramms stand der Themenkomplex „Altenhilfeplanung in den Kommunen“. Dieser wurde durch Beiträge der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, der Sozialplaner*innen des Wartburgkreises und des Kyffhäuserkreises sowie der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.
Dr. Stefan Huber präsentierte das Team, die thematischen Schwerpunkte und die Formate der Begleitung von Kommunen bei der Entwicklung und Umsetzung lokaler Sozialstrategien. Mit dem Projektstart im September 2023 hat die Prozessbegleitung ihre Arbeit aufgenommen.
Die Schwerpunkte und Formate der Prozessbegleitung werden eng mit den Aktivitäten des Programms „Thüringer Präventionsketten“ abgestimmt. Programmleiterin Dr. Heike Schaarschmidt zog in der Arbeitsgruppe eine erste Zwischenbilanz, was nach knapp einem Jahr in den kommunalen Präventionsketten in Thüringen erreicht worden ist. Zudem stellte Sie die wichtigsten Erkenntnisse aus dem „Erfurter Fachgespräch: Inklusive Jugendhilfeplanung und Präventionsketten“ vor, einer Kooperationsveranstaltung der Fachhochschule Erfurt und des IKPE.
In einer Workshopphase befassten sich die Teilnehmenden mit Erkenntnissen und Erfahrungen aus lokalen Projekten und Programmen (wie z. B. AGATHE und ThINKA) im Hinblick auf den Umgang mit Daten und Informationen. Der Arbeitskreis wurde mit Informationen aus dem TMASGFF zum Stand der Strategie Wohnungslosigkeit und des Unterstützungsindex Schule abgerundet.
MEHR LESEN
Fachtag “Soziale Inklusion und gesellschaftliche Transformation im Übergang von Schule zu Beruf”
Erfurt/18.10.2023
Der gemeinsame Fachtag von IKPE und Fachhochschule Erfurt hatte einen aktuellen Hintergrund: Zu viele Jugendliche bleiben nach ihrem Schulabschluss ohne Berufsausbildung. Warum das so ist und welche Lösungsansätze es dafür gibt, wurde auf dem Fachtag in Erfurt diskutiert.
Die Veranstaltung wurde mit einem Beitrag von Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt-Thüringen, eröffnet.
Nach den Grußworten von Dirk Otto, Referatsleiter Arbeitsmarkt- und Berufsbildungspolitik, Fachkräftesicherung, Arbeits- und Tarifrecht im Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) und Anke Schröpfer, Referentin für Zentrale Prüfungen, Zwischengeschaltete Stelle ESF, Internationale Bildungsangelegenheiten, Berufsorientierung, Kooperation Schule – Jugendhilfegaben im Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS), gab Prof. Dr. Judith Hollenweger von der Pädagogischen Hochschule Zürich online zugeschaltet thematische Impulse.
In verschiedenen Beiträgen aus dem Publikum ging es um die Frage, wie die Tendenz der mangelnden Bereitschaft zur Aufnahme einer beruflichen Ausbildung vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels einzuordnen ist und wie soziale Inklusion im Kontext der beruflichen Bildung gestaltet werden kann.
Als Beispiel eines NEXT PRACTICE berichtete Sarah Rahn aus dem Projekt „dual und inklusiv“ in Hamburg. Im Anschluss wurde in verschiedenen Workshops die Situation Jugendlicher im Übergang zwischen Schule und Berufsausbildung in Thüringen in den Blick genommen.
Der Fachtag fand in Kooperation mit Prof. Dr. Saskia Erbring von der Fachhochschule Erfurt statt.
Ansprechpartner: Dr. Stefan Huber
Kontakt: stefan.huber(at)ikpe-erfurt.de
Fotos(11): @IKPE/J.Strüning
Fotos (4): @IKPE/J. Neumann
MEHR LESEN
IKPE-Team auf der Messe “KOMMUNALE”
Nürnberg/18.-19.10.2023.
Das Institut für kommunale Planung und Entwicklung war mit einem Stand und Präsentationen seiner Arbeit auf der Messe “KOMMUNALE” in Nürnberg vor Ort.
Deutschlands größte Kommunalmesse vom 18. bis 19. Oktober 2023 stand einem interessierten Publikum aus Kommunen, Behörden sowie den Bereichen Bildung, Soziales und Gesundheit als Kontakt- und Diskussionsplattform offen. Zu den Ausstellern gehörten kommunale Träger, die Tourismusbranche, Bildungseinrichtungen, Verlage, Institute und der Bayerische Gemeindetag. Auch zahlreiche Firmen präsentierten ihre auf Kommunen zugeschnittenen Angebote. Fachvorträge zu verschiedenen kommunalen Themen rundeten das Messeprogramm ab.
Nicht wenige Besucher, vor allem aus dem kommunalen Bereich aus ganz Deutschland, interessierten sich auch für den Stand des IKPE. Das Team erläuterte, was für Bereiche und Angebote für Kommunen das Institut im Fokus hat. Sie haben zum Ziel, Städte und Gemeinden zu beraten sowie zu begleiten, um sie damit beispielsweise in der strategischen Sozialplanung zu unterstützen. Auch das neue ESF Plus-geförderte Projekt zur Prozessbegleitung kommunaler Sozialstrategien sowie das Programm “Thüringer Präventionsketten” stießen in der inhaltlichen Darstellung auf Resonanz.
Fotos: @IKPE
MEHR LESENNeuerscheinungen im Sozialmagazin: Praxisforschung in der kommunalen Sozialplanung
Praxisforschung in der kommunalen Sozialplanung ist das Titelthema der aktuellen Ausgabe des Sozialmagazins.
Herausgegeben von Prof. Dr. Jörg Fischer (Institutsleiter IKPE) und Dr. Theresa Hilse-Carstensen (stellv. Institutsleiterin IKPE), die u. a. im Editorial folgendes schreiben: “Angesichts der thematischen Breite verfolgt das Heft den Anspruch, eine interessante Zusammenstellung verschiedener Zugänge zum Thema Praxisforschung zu bündeln und versteht sich zugleich als Anstoß für weitere fachliche Diskussionen.”
Weitere Autoren vom IKPE sind Inga Döbel und Dr. Stefan Huber zum Thema: Wissenstransfer und -integration in der dialogorientierten und partizipativen Praxisforschung
Dr. Rainer Vock und Andreas Blume-Strotzer gehen auf die Ergebnisse aus einer Befragung von Planenden in Landkreisen und kreisfreien Städten ein.
Zur aktuellen Ausgabe des Sozialmagazins 9-10/2023.
MEHR LESENThüringer Präventionsketten: Konferenz “Armutsprävention vor Ort”
Berlin/01.12.2023. Unter Beteiligung von Bund, Ländern und Kommunen fand am 30. November bis zum 01. Dezember 2023 die Fachkonferenz “Armutsprävention vor Ort” in Berlin statt, um im Rahmen des Nationalen Aktionsplans “Neue Chancen für Kinder in Deutschland” (NAP) in den Diskurs zu treten, welche kommunalen Rahmenbedingungen es braucht, um armutsgefährdeten oder -betroffenen Kindern bessere Chancen beim Start ins Leben zu geben.
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium und Nationale Kinderchancen-Koordinatorin, Frau Ekin Deligöz, eröffnete die Veranstaltung, im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion, bei dem u. a. Claudia Michelfeit, Leiterin der Strategischen Planung des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie die Perspektive von Thüringen einbrachte. Im Mittelpunkt der beiden Tage standen integrierte Ansätze kommunaler Armutsfolgenprävention: Von der Jugendhilfeplanung bis zu Präventionsketten. Viele Kommunen und Bundesländer können bereits von guten Beispielen berichten. In sechs verschiedenen Workshops wurden diese als Best-Practice-Beispiele auf der Konferenz diskutiert.
Mittendrin war das IKPE, ebenso drei Kommunen des Programms Thüringer Präventionsketten. Dr. Heike Schaarschmidt leitete zusammen mit der Jugendhilfeplanerin der Stadt Halle (Saale), Stefanie Goy, den Workshop 3. Hier wurde der enge Zusammenhang von Präventionsketten und Jugendhilfeplanung diskutiert (inkl. des Bedarfs an bundesweit geltenden Qualitätsstandards für die Jugendhilfeplanung), ebenso wie der Mehrwert von Gesamtkonzepten und ressortübergreifenden Strategien und Vorgehen. Aus Gera stellte Oberbürgermeister Julian Vonarb die aktuelle Situation der Stadt vor.
Sowohl aus Jena als auch aus dem Wartburgkreis brachten sich die Sozialplaner*innen und Jugendhilfeplaner*innen in die Diskussionen und den konstruktiven Austauschprozess ein. In einem abschließenden Panel zeigten die Workshopleiter*innen insbesondere auf, wie auf Bundesebene die Kommunen unterstützt werden sollten und stellten eine Vielzahl an praktischen Anregungen vor. Es wurde deutlich, dass der Prozess noch am Anfang steht und nicht nur die kommunalen Präventionsketten, sondern auch das Zusammenwirken von Bund, Ländern und Kommunen systematisch ausgebaut werden soll.
Zum Abschluss bedankte sich Dr. Martina Kottmann (BMFSFJ) sowohl bei allen Teilnehmenden als auch für die Unterstützung im Vorfeld und die Beratung z.B. durch IKPE, ISA und die Auridis Stiftung.
Fotografische Impressionen vom Fachtag (Fotos: Sebastian Rau/BMFSFJ/photothek.de)
MEHR LESENErgebnisse Sozialbefragung 2023 im Landkreis Altenburger Land
Altenburg/06.02.204. Ausgewählte Ergebnisse aus der “Sozialbefragung 2023 im Altenburger Land” stellte Andreas Blume-Strotzer, wissenschaftlicher Mitarbeiter des IKPE, Anfang Februar 2024 im Sozialausschuss des Kreistages des Altenburger Lands vor.
Die Befragung fand vom August bis September 2023 statt. Insgesamt wurden mehr als 6.000 Personen ab 18 Jahren mit Hauptwohnsitz im Landkreis eingeladen, an der Befragung teilzunehmen. Fast ein Drittel der Eingeladenen füllte dabei einen Fragebogen aus. Die Teilnehmenden wurden u. a. um Angaben zu Themenkomplexen der Sozialstruktur (z. B. Wohnen, Alter, Einkommen), Zusammenleben mit Kindern und deren Betreuung, Freizeitgestaltung und Begegnung oder auch der Gesundheitsversorgung befragt. Ein wichtiger Punkt war auch die Kontaktmöglichkeit zum Landratsamt und dessen Angebote zur Information und Beratung.
Im Fragebogen wurde übrigens abschließend gefragt: Möchten Sie uns noch etwas zum Leben im Altenburger Land mitteilen? Hier eine der Antworten ganz unkommentiert:
„Ich fühle mich hier wohl und freue mich, ein Teil vom Altenburger Land zu sein. Ich finde es gut, dass solch eine Umfrage gemacht wird. Da erkennt man das Interesse des Landkreises an seinen Bürgern. Danke!“
Im Fragebogen wurde übrigens abschließend gefragt: Möchten Sie uns noch etwas zum Leben im Altenburger Land mitteilen? Hier eine der Antworten ganz unkommentiert:
„Ich fühle mich hier wohl und freue mich, ein Teil vom Altenburger Land zu sein. Ich finde es gut, dass solch eine Umfrage gemacht wird. Da erkennt man das Interesse des Landkreises an seinen Bürgern. Danke!“
Ansprechpartner: Dr. Rainer Vock, Andreas Blume-Strotzer
Kontakt: rainer.vock(at)ikpe-erfurt.de; andreas.blume-strotzer(at)ikpe-erfurt.de
Neues vom IKPE im Arbeitskreis Sozialplanung des Thüringer Sozialministeriums
Erfurt/08.03.2024.
Im Arbeitskreis Sozialplanung am Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) stellte sich das Team des Projekts “Prozessbegleitung von Kommunen bei der Entwicklung und Umsetzung lokaler Sozialstrategien”. Die Prozessbegleiter*innen sind seit September 2023 am Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) am Start und beraten Thüringer Kommunen bei der Umsetzung kommunaler Sozialstrategien.
Einen Input gab Josefine Elisabeth Strüning zum Thema “Sozialplanung aktiviert Menschen – Potenziale und Herausforderungen von Beteiligung in Planungsprozessen.
Dr. Herzer erläuterte die Ergebnisse aus der Sozialbefragung im Altenburger Land 2023, mit der das IKPE vom Landkreis Altenbruger Land beauftrag worden war.Ein weiteres Thema war der Aktionsplan zur Inkluson und Gleichstellung von Menschen mit Behinderung im Landkreis Weimarer Land”. Sozialplanerin Antje Schmerbauch (Weimarer Land) und Dr. Stefan Huber (IKPE) berichteten über die Erfahrungen aus dem Beteiligungsprozess.
Fotos (3): @ikpe/Josefine E. Strüning
IKPE unterwegs in Jena zur Fachtagung “Soziale Digitalisierung”
Jena/12.03.2024.
Die soziale Digitalisierung und die damit verbundene gesellschaftliche Transformation war Thema einer zweitägigen Fachtagung in Jena. Vom 11. bis 12. März 2024 diskutierten Vertreter*innen aus Wirschaft, Wissenschaft, Kommunen und Instituten in der Aula der Ernst-Abbe-Hochschule zu dieser aktuellen Herausforderung.
Die Digitalisierung hat auch für das IKPE eine wichtige Bedeutung. Deshalb nahmen die Prozessberaterin Josefine Elisabeth Strüning und Prozessberater Dr. Gernot Herzer aus dem Team des Projekts “Prozessbegleitung von Kommunen bei der Entwicklung und Umsetzung lokaler Sozialstrategien”an der Veranstaltung teil.
“Die Digitalisierung transformiert unsere Gesellschaft.” Dieser einleitende Satz aus der Ankündigung der Veranstaltung zog sich wie ein roter Faden durch diese. Sie bot eine Plattform für Gespräche, Kontakte und zum Wissensaustausch. Eine Austellung rundete die Veranstaltung ab. Mehr zur Fachtagung hier
Fotos: @ikpe/Josefine E. Strüning
Was kann integrierte strategische Sozialplanung in Landkreisen leisten?
Dieser Filmbeitrag beschreibt die Herausforderungen für die Planung der sozialen Infrastruktur im Rahmen der Fachkräftegewinnung in einem Thüringer Landkreis.
Entscheidung widerrufen
Was kann integrierte strategische Sozialplanung in kreisfreien Städten leisten?
Dieser Filmbeitrag beschreibt den integrierten Prozess der Planung und Entwicklung von passgenauen, bedarfsgerechten Angeboten für unterschiedliche Stadtteile in einer kreisfreien Stadt in Thüringen.
Entscheidung widerrufen



















































































































































































































































Die Evaluation begleitete das Programm über den gesamten Zeitraum von insgesamt drei Jahren (2016 – 2018). Evaluiert wurden dabei die unterschiedlichen Programmbausteine – von Akademieveranstaltungen, Netzwerktreffen und der Wirkung des kommunalen Entwicklungsbudgets, bis hin zur Prozessbegleitung durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung.















In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Ilm-Kreis führt das Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V. (IKPE) im Herbst und Winter 2025 eine repräsentative Familienbefragung zur Lebenssituation und zu den Bedarfen von Familien im Landkreis durch.
Die Befragung wird im Rahmen des Landesprogramms “Solidarisches Zusammenleben der Generationen” (LSZ) gefördert und ist ein zentraler Bestandteil des “Integrierten Fachplans für Familien des Ilm-Kreises”, der in der zweiten Jahreshälfte 2026 veröffentlicht wird. Insgesamt werden für die Befragung 5000 Menschen im Ilm-Kreis per Zufallsauswahl ausgewählt.
Unter der Leitung von Sarah Kalnik, Koordinatorin für Sozialplanung im Landratsamt Ilm-Kreis, werden die Nutzung und Wahrnehmung sozialer Angebote und Einrichtungen im Landkreis untersucht. Ziel der Befragung ist es, ein umfassendes Bild davon zu gewinnen, wie Familien im Ilm-Kreis leben, welche Angebote sie nutzen, wie diese wahrgenommen werden und welche Bedarfe sie für die Zukunft sehen.
Die erhobenen Daten bilden eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Ziele und Maßnahmen im Rahmen des Landesprogramms LSZ. Sie sollen dazu beitragen, die Familienförderung und Unterstützungsangebote im Ilm-Kreis noch passgenauer zu gestalten und die soziale Infrastruktur zukunftsorientiert auszurichten.
Erfasst werden alle acht Planungsräume des Ilm-Kreises, die Altersstruktur sowie die Lebenslagen von Familien mit und ohne Kinder, Jugendlichen ab 16 Jahren und Seniorinnen und Senioren. Durch ihre Teilnahme leisten die Befragten einen wertvollen Beitrag zur zukünftigen Entwicklung des Landkreises und können ihre Ideen, Wünsche und Perspektiven aktiv einbringen.
Das IKPE freut sich darauf, mit dieser Befragung einen wichtigen Beitrag zur familienfreundlichen Weiterentwicklung und Gestaltung des Lebensraums im Ilm-Kreis zu leisten.
Bildquelle: Canva / Olga Kriger